Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
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179
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Apotheke. 179

ficht man aber darmttcr eine Werkstätte, wo die Arzneyennach den Vorschriften der Aerzte von gewissen dazu bestelltenPersonen bereitet, und öffentlich verkauft werden. In denältesten Zeiten bereiteten die Aerzte ihre Arzneyen selbst;Krauter und andere Materialien ließen sie durch ihre Leibei-gene sammeln. Da man aber auch ausländische Waarenzu Arzneyen brauchte: so fanden sich bald Personen, die sieherbeyschafften, damit handelten, auch selbst Arzneyendaraus bereiteten und verkauften, welches schon im er-sten Jahrhundert geschah. Bey den Römern wurde schonmit Kräutern, Salben und Pflastern ein Makcrialhandelgetrieben. Indessen blieb die Gewohnheit, daß die Aerztedie Arzneyen selbst bereiteten, oder durch Diener, die siesich hielten, und dazu abgerichtet hatten, bereiten ließen,viele Jahrhunderte hindurch. Erst im eilften Jahrhundertsollen die Aerzte in Afrika, zur Zeit des Av enz oar, wieHerr mann Conring ch?p. 29;.vermuthet, den Anfang gemacht haben, die Arzneyen nachihren Vorschriften durch besondere Künstler verfertigen zu-lassen. Auch Thoinasius glaubt, daß die Apothekevzur Zeit der arabischen Aerzte entstanden waren, und sichvon den Aerzten, deren Diener sie waren, abgesondert hat-ten; s. ch'ü/rn/a/. e/e er-

L-re/rlE c. i. §. 12. g. 16. Man vermuthet daher, daß siedurch die arabischen Leibärzte der Chalifcn nach Spanienund Unter - Italien, und von da nach Deutschland gekom-men sind. Ihre gesetzmäßige Einrichtung scheine» die Apo-theken erst durch das bekannte Medicinal-Edikt des KaysersFriedrichs ll. (nach 1218) für die Königreiche Neapelund Sicilien erhalten zu haben; doch findet man dacinnnoch nicht der Recepte gedacht. Damals hieß ^porlieeanoch eine Niederlage oder Materiakkammec, die Eigenthü-mer der Apotheke» hießen Starioriarii. Die tlcinst-ctarii ver-fertigten die Arzneyen, und diese mußten schwören, daß siedie Vorschrift befolge» wollten. Die Aerzce zu Salerno be-kamen die Aufsicht über die Stanonarioi, und nach der

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