Artillerie.
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ihm oft, daß er die vorliegendm Höhen 'mit feindlicher Ka-vallcrie besetzt fand, die ihm au Erreichung seiner Absichthinderlich war. Um nun den Feind leichter von den schoneingenommenen Höhen vertreiben zu können, machte er dieMannschaft einer Geschützbatlerie beritten, und ließ sie derAvant-Garde, so wie allen starken Kavallerie-Kommaii-do's folgen. Weil nun diese Erfindung neu war und demFeinde gänzlich fehlte, so wurde sie auch öfters mit großemErfolge gegen die feindliche Kavallerie angewendet. Frie-drich H. wählte ftchspfündige Kanonen, wovon jede 910Pfund wog; in gedachtem Magazin werden Dreypfrmder,da sie mit jenen einerley Schußweite haben, auch gegenMenschen und Pferde dieselbe Wirkung thun, und man ^Munition dabey mehr transporlircn kann, für zweckmässigergehalten. Jeden Sechspfünder ließ Friedrich U. mit 6Pferden bespannen, die ganze Bedienung dieser Kanonemachte er beritten, die dann zur Chargirung absaß, unddie Pferde einem Kanonier zu halten gab, der hinter denKanonen hielt, damit die Pferde vor den Kugeln sicher wa-ren. Die Entfernung der Pferde verursachte dabey immerSchwierigkeit, wenn die Kanonen eine andere Stellung neh-men sollten, weil doch das Herbeyholcn der Pferde Zeit er-fordert. Die Oestreichs, welche die Wirkung der preußi-schen reitenden Artillerie empfanden, waren zuerst gcuölhi-get, sie nachzuahmen, um das Gleichgewicht wieder herzu-stellen. Dieß geschah zuerst in Prag. Sie kannten dieVerfassung der preußischen reitenden Artillerie, aber sie gieri-gen doch davon ab. Erstlich machten sie die zu ihrer erstenBedienung nöthigen Leute nicht beritten, sondern sie muß-ten sich auf die Lastete setzen, damit sie sogleich bey derHand waren. Der Schwanz der Lastete wurde daher etwaslänger, als gewöhnlich, gemacht, damit einige Kanonieredarauf sitzen konnten; die übrigen ritten, vermittelst der zubeydem Seiten angebrachten Fiißbrctcr, auf dem gepolster-ten MimitionSkästchen hinter einander. Der Protzwagcnist nicht so schwer, wie bey den Preußen, beladen, weil die
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