z6 Arzneykunst.
und fegte einen Verband darauf, vermuthlich eine bittereWurzel ( 1 //,,^. XI. 84;)- Als UlysseS von einem wil-den Schweine verwundet worden war: so suchte man seinBlut vermittelst gewisser Worlezu stillen, s. OnssF. XIX.457. IV/,r. //. >/. IVV. XX^III. 2. Achill heilte eineWunde des Telcphus mit dem Rost seiner Lanze- Dießsind einige Proben von der damaligen Heilkunde der Grie-chen , die indessen von Königen und Fürsten ausgeübt wur-de , und die kolchifche Prinzessin Medea wurde sogar füreine Zauberin gehalten, weil sie die Kraft einiger Kräuterkannte, und den Eson, Iasons Vater, - durch ihreKünste verjüngt hatte. Der ausgebreitete Ruhm deSAesculaptus war eine geraume Zeit hindurch der Arz-ueykundc mehr schädlich, als nützlich. Seine Anhänger,die Asclepicr, vertheidigten alles eigensinnig und hitzig, waser gesagt und verordnet hatte, und entzogen dadurch denneuen Entdeckungen ihren Werth, oder verhinderten sie gar.Ware Pythagoras weniger berühmt gewesen, so würdees iym schwerlich gegluckt seyn, die Arzncykunde bey denGriechen zu verbessern- Aber er überwand die Vorurtheileglücklich, und that den ersten Schritt zur Veredlung derArneykunde; er machte die Medicin, die bisher ein Theilder Gotkesvcrehrung gewesen war, zu einer Gehülfin derStaatsklinst und Gesetzgebung, und bearbeitete zuerst dieDiätetik des Körpers. Einer seiner Schüler, Alkmäonvon Krvton, lieferte die älteste Theorie des Schlafs,führte die Zergliederung der Körper ein, und schrieb die er-ste Physiologie, die aber verloren gegangen ist. De-in 0 k r i k u s und Plat 0 folgten dem Pythagoras, sammel-ten Bemerkungen und Erfahrungen, und legten den erstenGrund zu einer Theorie der Arzneykunde, die aber noch sehrunvollkommen war. Jkkus von Tarent legte um das JahrZ520 den ersten Grund zur gymnastischen Arzney-knust, welche in einer Anwendung der Leibesübungen aufdie Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit besteht;aber- Hcc 0 dikus, dessen IV-r/o sse III. gedenkt,
- und