-84 Astronomie.
. Jahre vor Chr. G. kehrten Plato und Eudoxus ausAegypten zurück, und bereicherten ihr Vaterland mit astro-nomischen Kenntnissen. 6e^. I./-. r/s.
1620. p. 6c>6. erzählt, daß,Eudoxus undPlaro sich rz Jahre bey den Priestern zu Heliopolis aufge-halten hätten, die in der Astronomie sehr erfahren gewesenwaren. Diese Priester hakten zwar anfangs die Grundsätzedieser Wissenschaft sehr geheim gehalten, aber doch nstt derZeit andern mitgetheilt. Besonders lernte Eu doxus dieSternbilder bey den Aegyptiern näher kennen, und theiltediese Kenntniß den dachen mit, worauf Aratus 2;c>Jakre vor C. G- die Sternbilder in einem Gedichte beschrieb.Plato und Aristoteles waren zwar große Verehrer derAlironomie, ste verloren sich aber zu sehr in Spcculationen,die bey dem damaligen Mangel an Beobachtungen noch zufrühzeitig waren. Aristar ch aus Sainos, der e;o bis264 Jahre vor Chr. Geb. berühmt war, fieng an, dieAstronomie über die engen, ihr von den Pylhagvräcrn an-gewiesenen Grenzen emporzuheben. Er beobachtete sehrfleißig, und erfand die sinnreiche Methode, die Entfernungder Sonne von der Erde durch die Dicbotomie des Mondeszu finden, wobey die Entfernung des Mondes von der Er-de, die am leichtesten zu erkennen ist, vorausgesetzt wird.Er nahm mit dem Phil 0 laus an, daß die Sonne unbe-weglich sey, die Erde aber sich um die Sonne bewege,und schrieb: äe m»§nituäinibur et clillrntiir Loli»et bunsc.
Der Schutz, den die Ptolemäer in Aegypken etwazvo Jahre vor Christi Geb. den Wissenschaften angcdeihenließen, brachte auch in der Astronomie eine große Verände-rung hervor. PtolcmäusPhiladelphus nahm (29;vor Chr. Geb.) die Wissenschaften besonders in Schutz, undberief viele Griechen nach, Alexanderen. Auf dem daselbstvon den Ptolcmäcrn gestifteten, so berühmten Museum bil-deten sich große Astronomen, z. B. ?i»iochares, Arr-jiyllus, Eratosthrncs, Conon, Hipparch u. a.
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