Baukunst.
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munterungen, und führte aus Politik viele prächtige Werkeder Baukunst auf, daher auch unter ihm die Baukunst derRömer ihren höchsten Gipfel erreichte. Agrippa baueteTempel, Wasserleitungen und Kanäle. Die Privatwoh-riungen wurden imt Säulen und Marmor verziert, und dieLandhäuser wurden eben so prächtig angelegt. Das Innerewurde mit den in Griechenland erbeuteten Kunstwerken zwaranfangs geschmacklos verziert, doch lernte man bald einenbessern Gebrauch davon machen. Die Wände wurden mitdünnen marmornen Tafeln überzogen oder gemahlt, und inFc.der abgciheilt, in der Mitte Gegenstände aus der My-thologie oder Geschichte vorgestellt, die ringsum mit zierli-chen Einfassungen umgeben waren. Diese Einfassungenwaren das, was wir Grotesken nennen. Indessen warder Charakter der damaligen Baukunst immer nur Zärtlich-keit, bey welcher man das Erhabne, Edle, Einfache undMännliche der griechischen Bauart zu den Zeiten des Peri-kles gar sehr vermißte. Jetzt wurde auch die korinthischeSäule, deren man sich gemeiniglich bey allen Tempeln undPrachtgcbäudcn bediente, ausgebildet, und erhielt ein eige-nes Gebälke, das vorher aus dem dorischen und ionischenzusammengesetzt gewesen war. Unter Augustus lebte derBaumeister M. Vikruvius Pollio, der etwa i. I.S9 n. Ch. G Decem libros cte ^rckücoowra schrieb;er ist der erste Schriftsteller von der bürgerlichen Baukunst,dessen Schriften auf unsere Zeiten gekommen sind; s.Anmerkungen über die Baukunst der Alten,entworfen von I. Wtiikelmann. Lcizig 1762.4. Man will bemerken, daß die vom Vltruv gebauteBasilika mit der Salomonischen die größte Aehnlichkeithat, mir daß die letztere noch regelmäßiger ist. Nach A u-gustS Tode sank die Baukunst wieder, indem man vonden Regeln und Schönheiten der Alten abgieng; indes-sen verschönerten doch die Nachfolger Augusts fast allern.hr oder weniger die Scaot, errichteten die prächtig-sten Pallaste und Tempel, und schmückten auch die eco»
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