Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
219
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Bibel.

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Nach des Hieronymus Tode änderte man seine Ueber-sctzung nach der alten lateinischen, und diese daber entstan-dene Uedersctzuiig ist, nach vielfältigen spätern Abänderun-gen, die so bekannte Vul^ara; Hezel a. a. O. S. 90-92. Auch vom neuen Testamente erschienen um diese ZeitÜbersetzungen, B- die koptische, armenische, persischeund lateinische. Die erste arabische Uebersetzung des altenTestaments lieferte R. Saadias Gaon zu Anfange desivren Jahrhunderts; Hezel a. a- O- S- roo. Nachdes Hieronymus Tode machte Santes Pagninusaus Lucca, auf Befehl des Pabsts Leo X. zuerst wiedereine lateinische Uebersetzung des alten Testaments, welch>152; gedruckt wurde; Hezel a. a. O. G- 18z. Dieje-nige lateinische Uebersetzung der Bibel, welche unter deinNamen Uiblia li^urina bekannt ist , und i^44 zuerst er-schien , wurde von den beyden Schweizern, ThcodorBi-bliander und Leo Iudä gemacht; Hezel S- 164.Auch Iin Manuel Trcmellius, ein bekehrter Jude ausFerrara, lieferte, mit Beyhülfe deS FcanziscuS Ju-ni us aus Frankreich, eine lateinische Uebersetzung der Bi-bel, welche in uiehrern Bänden 1575, 1576 und 1579 zuFrankfurt am Mayn erschien; Hezel a. a. O. S. 186.Sebastian Castellio 156z) übersttztc die Bibel erstins lateinische, welche Uebersetzung 1551 zu Basel zuerstganz erschien, und auch inS französische, welche letztere Ue-Versetzung auch in Basel 1555 Fol. gedruckt wurde. Unterdenjenigen Bibelübersetzungen, welche mit der deutschenSprache einige Verwandtschaft haben, ist die, welche Ul-philas oder Wulphilas, d. i. Wolf, ein gebornecKappadocicr und Bischof in Mösicn, verfertigte die älteste;dieser übersetzte nehmlich einen große» Theil der Bibel indie Möso-Gothische Sprache, nicht aber in die fränkische,wie einige meynen; die Möso-Gothische Sprache war mitder deutschen verwandt, aber keinesweges die Mutter der-selben , noch weniger aller übrigen verwandten nordische»Sprachen- Indessen sind doch dieFragmenle, die wir von

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