Band 
[Zweyter Theil.]
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^lldnem) begreift diejenigen Künste, welche den Zweck ha-ben, einer rohen Masse, z. G. dem Holze, dem Thon,Gyps, Wachs, Metall und Stein, eine edle Form undeinen ausdruckvollen Charakter, und eben dadurch Meistund Lebe» zu geben. Man vergleiche die Wörter Bildfor-merkuiist, Bildgießerkunst, Bildhauerkunst, Mypsbildne-r.y, WachSblldncrey, wo die Geschichte dieser Künste be-schrieben ist. Neuerlich ist eine besondere Art der Bildne-rn) aus Haaren bekannt geworden. Heinrich Gott-fried Louis in Erlangen hat nämlich eine weibliche Bü-ste von mehr alü Lebensgröße verfertiget, welche blos ausdicht in einander gckräufilrrn Roßhaaren besteht, und mitMenschenhaarcn, die in jene hineingearbeitet sind, über-deckt ist. Sie ruht auf einer üZoll 4 Linien Pariser Maaßhohen, abgestutzten, mit Hohlkehlen verzierten, auf einerviereckigen Platte stehenden Säule von schwärzlichen Roß-haaren; ist >6 Zoll 4 Linie» hoch, und stellt den etwas seit-wärts stehenden Kopf auf dem vorwärts geneigtem Halse,nebst einem kleinen Stücke der Brust, alles vor, weißlicherFarbe, mit bräunlichem, in angedrückte Locken gelegtemHaupthaar vor, so, daß man in einiger Entfernung Bild-hauerarbeit zu sehen glaubt. Kenner werden gegen die Rich-tigkeit der Verhältnisse und Umrisse nichts einzuwenden fin-den. Sowohl die Figur selbst, als auch die Säule findinwendig hohl, und so dicht gearbeitet, daß man nichtB. Handln d. Erf. 2. Lh. 2. Abrh. A durch-