Band 
[Zweyter Theil.]
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Blattern.

Narvaez die Blattern, an denen er krank lag, nachAmerika, und Lopez deGomaca erzählt, daß die Hälf-te der Einwohner dieses Landes unter dseser Krankheit er-lag; s. Reichs . Anzeiger. 1798- Nr- 182. NachCbarleStow» in Amerika kamen die Blattern im Jahr 1699zueost; s. Amerikanische Annalen der Arzney-kunde, vonv Albers. Erstes Heft. »Zar. G. 50und 54. — Ferdinandus dc Valdas schrieb r;8;ein Buch vom Nutzen des Adcrlassens in den Blattern;Allgemeine deutsche Bibliothek, loi. Band,2tcs Stück- S. 580. Mehrcrcs über die Geschichteder Blattern findet man in folgenden Schriften: O. 6re-

»»och/ve Ly,/ 1781. — Beobachkungen

über die natürlichen Blattern überhaupt vonKarl Wilhelm Greding, Arzt in Asch. 1796.Hof b. Grau.

Die Inokulation oder Einimpfung der Blattern ist ei-ne der wohlthätigste» Erfindungen für das Menschenge-schlecht, durch deren vorsichtige Anwendung das Leben vie-ler tausend Kinder gerettet worden ist, die vielleicht Opferdieser verheerende» Krankheit geworden seyn würden. DenNamen des Urhebers dieser Kunst hat uns die Geschichte,so wie die Namen der Erfinder vieler anderer heilsamer Din-ge, nicht aufbehalten. Einige vermuthen, daß man durchden Menschenhandel auf die Blatterninoculakivn geleitetworden sey. Die Sclavenhändlcc waren, wenn sie durchOcrtec reiseten, wo die Blattern herrschten, oft der Gefahrausgesetzt, ihre Sclaven an den Blattern zu'verlieren, zu-mal da sie ihnen auf der Reise nicht immer die nöthige Be-giiemlichkeit und Wartung verschaffen konnten. Dieß er-weckte in den Sclavenhändlern den Wunsch, daß dock ihreSclaven erst zu Hause, wo sie bessere Wartung hätten,die Blattern überstehen möchten; sie versuchten also inan-cheesty Mittel, um ihre Sclaven, ehe sie Reisen mit ihnen

unter-