Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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Blattern.

che gebracht, und betrieb sie mit vielem Eifer; er schriebein eigenes Journal für diesen Zweck, unternahm beschwer-liche Reisen, um die Aerzte zur Beförderung dieses Vorha-bens z» vereinigen, und errichtete auch eine Cassc zur Be-streitung der nöthigen Kosten. Eben so thätig suchte derberühmte Arzt, l). Faust, die Ausrottung der Blatternzu bewirken, welcher zu dem Ende folgende Schrift heraus-gab: An den Congreß zu Rastadt über dieAusrottung der Blattern, von B. C. Faust.Bückeburg. 1798- Ob man nun gleich auf diese Vor-schläge nicht so viel Rücksicht nahm, als sie es verdienten:so veranlaßten sie doch ernstliche Prüfungen, und endlichführte der glückliche Zufall ei» Mittel herbey, durch wel-ches die Ausrottung der Blattern gewiß in kurzer Zeit be-werkstelliget werden wird.

Schon seit langer Zeit existirte in England, besondersin Glouccstersistre, Hampsoire, Docscts.iire, Leicestershire,Sommerscksistre und Devons.,ire, unter den Kühen ein blak»tcrnartiger Ausschlag am Euter, die Kuhpocken genannt.Wenn nun ein Mensch durch Ansteckung diese Kuhblätternbekam, so war er hernach auf immer gegen die natürlichenBlattern gesichert. Dieß war nicht nur in Glouccstcrshire,sondern auch in andern Gegenden Englands, wo es Kuh-pocken gab, auf Erfahrung gegründete Dolksmeyniing. l)r.Eduard Jen »er zu Barkley in Glonccstersotrc wurde aufdie unter den Landleutcn seiner Gegend bekannte Sage:„wer die Kuhpocken gehabt hat, bekommt die Kindcrblat-tecn nicht/' aufmerksam, suchte diese Erfahrungen zu be-nutzen, und schloß zuerst daraus, daß vielleicht die geimpf-ten Kuhpocken gegen die gewöhnlichen Kindcrblaltcrn sichernkönnten. Er suchte nun durch eigne Erfahrungen hierinnzur Gewißheit zu kommen, inoculirte erst einigen Personendie Kuhpocken, und dann auf die gewöhnliche Azt die na-türlichen Kmderblatteru, und —- sie bekamen die letzter»nicht, auch dann nicht, als er diese Personen mit schweren

Blak-