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Blattern.
die Kühe melken, welches in England häufig von Knechtengeschieht, so wird die Krankheit dem Euter der Kühe „liege-theilt. Diese von Je einer angegebene Ursache der Kuh-Pocken, daß solche aus der Mauke der Pferde entständen,wurde anfangs von vielen, besonders von v. Pearson,bezweifelt und bestrittcn. Woodwille, Colcmannund andere versuchten es, vermittelst der Mauke der Pfer«de Kuhpocken an den Eutern der Kühe zu erzeugen, und dadieses fruchtlos blieb, erklärten sie Jenners Meynungfür »»gegründet. Die Ursache dieses Mißlingens lag aberdaran, daß man zu jenen Versuchen keine dünne Jauche,sondern schon wirkliches Eiter genommen hatte. I). Loyfetzte es durch neue Versuche außer Streit, daß die Kuhpo-cken von der 6reale oder Mauke der Pferde entspringen,und zwar nur von der wahren Mauke, die sich an einerwasserhellen Flüssigkeit unterscheiden laßt, welche aus demGeschwüre an der Ferse des Pferdes hcrausflicßt. Loybrachte durch diese Flüssigkeit, mit welcher er impfte, anMenschen und Kühen die Kuhpocken hervor; s. Versucheüber den Ursprung derKuhpocke, von I). I. G.!oy; aus dem Engl. übers. von I. de Carro.
Nachdem Jenner seine Erfahrungen bekannt ge-macht hatte, erschienen mehrere Nachrichten, aus welchensichergab, daß man die schützende Kraft der Kuhpocken ge-gen die Kinderblattern schon in früheren Zeiten gekannt ha-be; nur war diese Sache noch nie von Aerzten untersucht,empfohlen und zur öffentlichen Sprache gebracht worden.Selbst aus England schrieb man neuerlich: „Im Britti»fchcn Museum hat man neulich eine Abhandlung über dieKuhpocken, gedruckt im Jahre 171z, entdeckt; ihr Titelist: /)- , und der Verfasser derselben ist ei»
deutscher Student, Namens Salger." Auch soll derNutzen der Kuhpockcn schon im Jahre 1769 in Deutschlandbekannt gewesen sey» ;s. Vaterlandskunde. Erfurt.Zweyter Band. S- 277. Am bekanntesten war diese
Sache