Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
36
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z6 Blechmünzen. Bleiche.

Blechmünzm s. Brakteaten.

Blechschmiede , Verzinnn, waren sonst ein zünftiges Hand-werk in Nürnberg, wo sie 1Z70 in den Handwerksrathaufgenommen wurden. Jacobson'6 technol. Wör-terbuch, so rtg es. von Rvsenthal. V. S. 24;.

Blechmaciren. Die japanische Blecharbeit haben die Eng-länder dcn Japanesern abgelernt, und in Birmingham großeFabriken angelegt, die sich aber nur aufTheebreter, Prä-scntirtellcr, Tcbacksdoscn und andere Luxusartikel ein-schränken. Journal für Fabrik. 1796. Februar,S- m. In Frankreich wurden die lackicten Blcchwaarendurch Dcharme und Dübaux in Paris vervollkommnet.Cbeudas. 1801. Oktober. S. 296.

Bleiche, Bleichkunst , beschäftiget sich damit, durch zweck-mäßige Mittel den färbenden Stoff zu zerstören, der manchenNatur - und Kunst-Produkten eigen ist, und ihnen eineweiße Farbe zu geben. Bleich - Anstalten sind r» Deutsch-land von einem ziemlichen Alter; im Jahr 1444 wurde zuNürnberg eine Bleiche auf der Schütt errichtet; KleineChronik Nürnbergs. Altdorf. 1792. S- Z2. DieBleiche hinter Wöhrd bey Nürnberg wurde 1488, auf An-bringen Ruprecht Hallers, angefangen und gebaut;Cbcndas. S. 42. Vorzüglich berühmt wurden die Sche-sische» Bleichen, die jedoch bey weitem den holländischenBleichen nicht gleich kamen; das Verfahren der Holländerbeschreibt Jacobson ?cchnol. Wörterbuch l. S. 2Z2»Durch die Bemühungen der Chemiker ist die Bleichkunst jetztzu einem großen Grade derVollkommcnbeit gebracht worden.Der Schwedische Chemiker Scheele legte den Grund hier-zu , indem er nicht nur entdeckte, daß der Braunstein einBleichmittel sey, welches hernach Berthollet, Wattund Dalctte mehr entwickelt haben, sondern auch zuerstzeigte, daß die gemeine Salzsäure, wenn sie ihres brenn-baren Wesens beraubt, oder dcphlogistisirk wird, die für,bkndcn Theile vegetabilischer Sroffe zerstöre; Ephemer! r