Band 
[Zweyter Theil.]
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Bleyweiß.

S- 2 ^ 8 -, dass das Bleyweiß schon zu den Zeiten des The«»phrastus Eresins bekannt gewesen sey. Dem Bast»lins Valentin (.Letztes Testament. Th. IV. S.2^7), d.r zu Ende dcS i)ten Jahrhunderts lebte, war esbneers bekamn; )a es wurde sogar zu seiner Zeit schonöfters oeifälscht (Ebenda s. S- 2Z6). Die Vcnetiancrveejemgten es ehedem am besten und handelten auch zuerstbannt, U n i 0 c r sa l - Lex. IV. S. 15z; und noch jetzt istdaö D.ncd>ich> B eyweiß das reinste, aber auch das theuer-ste. Die gewöhiNiLstc Art, Bleyweiß zu verfertigen, istdlcse, daß man die Dlcytafeln vom Bicrcsstg zerfressen laßt;aber i» Fiankreich, besonders lii Roucn, Und in Englanderhält man dadurch ein besseres Bleyweiß, daß man dieBaylafeln so lange in Schcidcwaffer legt, bis ein Theildes Bleyes darin» unaufgelöset liegen blecht; das klareSchcidewaffer wird dann vom Bodensätze abgegossen, unddaraus durch zugegossenes Vikriolöl das Bleyweiß nieder»geschlag n. Boerhave gab folgende Methode zur Der»scrt.gung des Bleyweißcs an: man nehme einen Dcstillir»kolben, der einen sehr langen Hals hat, setze elncn Helmdarauf, gieße sodann Weinessig in den Kolben, und hängeeinige Blechplakten in den Helm auf, so daß der Dunstvom Weinessig au dieselben kommen kann. Hat man nunden Helm auf den Kolben gesetzt und verlutiret, so bringtman selchen auf ein Sandbad und unterhält das Feuerdarunter sehr stark zwölf Stunden lang. Wenn hernachdie Gefäße wieder geöffnet werden, wird man in dem Re»kipienten oder in der Vorlage, die auch a» die Röhre desHelms angesteckt und lutirct worden, eine snßllchte, stren-ge, trübe und ekelhafte Flüssigkeit finden, welche mau denBleyessig »ennl; die Bleyplatten aber werden mit einemweißen Beschläge bedeckt seyn, uvclcher nichts anders ist,als das Bleyweiß. W nn man diese Operation mehrmalswiederholt, so kann man auf diese Art alles Bley inBlcyweis verwandeln; Jacob son tcchnol. Wörter»buch, fortges. von Rosenthal Tb. V. S- 259.