Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
67
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Blitz. 67

schien; den Augenblick darauf aber dehnte sie sich in eine»lange» Strahl aus, und zog sich wieder in eine größereFlamme zusammen; nachdem sie eine kurze Zeit in dieserGestalt verweilt hatte, fuhr sie in die Decke, schlug etwasKalk herab, und verschwand in der Luft nach erfolgte,»Donner. Auch der Abt Li 0 ni sah eine kleine Flamme ei-nige Schuh hoch über der Erde sich entzünden, die sich nacheinem starken Donner in der Luft verlor; Universal»Lex. IV. S. »70. Auch Bouguer sah auf den Ber-gen, wenn Wolken darüber hinzogen, Blitze von der Erdeaufwärts fahren (Pariser Denkschriften.ein Gleiches beobachtete Chappe d'Aute röche um 176tin Sibirien, und in Gesellschaft des Cassiui und Pre»verlai in der Gegend von Paris, wo der Blitz aus demFelde auswärts fuhr; Halle fortgesetzte MagieBand. 1789. S 66. 67. Indessen giengen Mäffetund G. Friede. Richter ( 7 >uc-/./>/>>/.' /»/-

zu weit, wenn sie die sonderbare Behauptung wag-ten, daß alle Bl>tze aus der Erde aufstiegen, weil die kla»testen Erfahrungen dagegen sprechen. Der P. C 0 tte er«zahlt in den cke 1767: er habe den Strahl zu»

gleich von der Erde auf und aus der Wolke hcrabfahren ge-sehen. Vielleicht geschieht dieß bey den von der Erde auf-wärts fahrenden Blitzen immer, so daß sich Erschütterungund Licht von beyden Seiten her begegnen. Nach Frank»t i n's System sollte zwar der Blitz stets von der positive»Seite zur negativen gehen; allein die Ersadrungen stimmennicht immer damit übcrein. Die neueste Beobachtung ei-nes von der Erde aufwärts steigenden Blitzes hat der Forst-meister König gemacht, der sich beym Ausbruch eines Ge-witters aus dein Walde zog, und sich demselben gegenüber,Sr Schritte davon, auf einen Klotz setzte. Acht Minute»>arnach sah er am Rande des WaldeS, zwischen einer star-ken Kiefer und schwächeren Fickte, eine kleine hellblaue,mit etwas Gelb gemischte Flamme entstehen. Sie war an«fangs nicht größer, als der Kops eines Kindes, binnen ei-

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