Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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Bourr/e. Boussole.

bürg, bey Bohn. 1778 ) gemacht sind. Die Achnlichkeitdieser Schattenrisse ist außerordentlich groß, und die Schär-fe der Umrisse und ein ausnehmender Grad der Schwärzeverdienen gleiche Bewunderung. In der Vorrede der an»geführten Schrift sagt der Verfasser, waö Lou- maxie nichtist, verspricht aber, noch zu erklären, was sie ist.

Bourree ist eine Art von Tonstück, welches sich zu dem Tan-ze gleiches Namens schickt. Den Ursprung desselben leitetman aus Auvergne her, wo er »och fetzt gebräuchlich ist.Kurzgefaßtes Handwörterbuch der schönenKünste. Leipzig. 1794. I. B- S. 212.

Boussüle ist ein Kompaß auf einer messingenen Platte, dieauf einem Stativ befestigt ist, und Dioptern hat. BeyAufnchmung eines Feldes kann man die Neigung zweyer Li-nien, und folglich jeden Winkel nach seiner Größe abneh-men, und auch solchen wieder sogleich, ohne Beyhülfe ei-nes andern Instruments, richtig auf das Papier übertra-gen. Sie besteht aus einer Büchse von Messing oder Holz,worinn sich die Magnetnadel befindet, und die oben mit ei-ner Glasscheibe bedeckt wird. Die etwas lange Magnet-nadel ruht in der Mitte der Büchse auf einem senkrechtenStift, worauf sie sich frey beweget; auf dem Rande deSBodenS der Büchse ist ein messingener Ring oder Kreis be-festiget, der richtig in eingetheilt ist. In der Mit-tagslinie werden zwey oder vier Dioptern aufgerichtet. Manbedient sich dieses Instruments beym Feldmcssen, indemman solches auf ein Stativ setzt, und mit demselben aufeine sehr bequeme Art auf dem Papier die Figur entwirft,die einer andern im Felde ganz ähnlich ist. Vornämlichthut solches in Wäldern gute Dienste, weil man da nichtweit vor sich sehen kann, und also nur immer kurze Linienmachen muß, die gar leicht einen merklichen Fehler verursa-chen können, wenn man sich anderer Instrumente bedienet.Es lassen sich auch durch dieses Instrument die Winkel sehrleicht, ohne Besorgung eines Fehlers, aufs Papier brin-gen.