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und Marcion, die im 2ken Jahrhundert lebten, ließenaus den Schriften alten und neuen Testaments alles hinweg,was ihren Lehrsätzen zuwider war; 77,T-^o,7>^/. co„„„.r» ^r/?. Martialis , der um das
Jahr ioc> n. Ci). G. lebte, sagt schon : die casseare velirmeo8 Iibello8 ; 7.,^. I. Z6. Ein gewisser
Athenodorus wird vom OroFe». LrH. 7^77. §. Z4»beschuldigt, daß er Tücher castrirt habe. Auch die Schrif-ten des Origenes wurden verstümmelt; ^
7>. 7/7. a. 7. §. lz. Aus den Schriftendes Lactantius wurde schon vor alten Zeiten das wegge-lassen , was die Irrthümer der Manichäer zu begünstige»schien. Cassiodorus gab den Commenkar des Pclargius über die Epistel» Pauli verstümmelt heraus;
7/?^. 7>r/r. t/eeo/. x. Iv/Y. In spätern Zeiten ließ man be-sonders aus den Schriften, die für Kinder bestimmt waren,alles hinweg, was ihnen anstößig seyn konnte. In Frank-reich that dieses Franciscus Sylvius zuerst, der imI. I)l4 des herausgab, aus de-
nen alles weggelassen war, was den guten Sitten nach-theilig seyn konnte; Tbrä. 20. p.
iZ4- teg. Unter den Deutschen war Conrad Gcsnecder erste, der aus den für die Jugend bestimmten Schriftenalles Anstößige wegließ, und dieses Geschäft, nach demvom Martialis gebrauchten Ausdruck c,ssr,rs, mit demNamen des Castrirens belegte; /l7e<7/>. p. 70. b.
Da Beza alt wurde, castrirte er seine Gedichte selbst, undließ alles , was die Ehrbarkeit, verletzte, daraus hinweg;
Q,c/. L-s<7« 7?erk. »o/k X. — Auch aus den histo-rischen Schriften wurde oft dasjenige hinweggeiassen, wasunangenehm oder schädlich schien; so wurde des Guicci-crdini Historie an dem Orte castrirt, wo er die der Kir-che gemachten Schenkungen leugnete«
Lrä. 7^77. iz. x. zxy.
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