Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
309
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Duchdruckerkunst. 30A

und eignet sie dem Faust und Schiffer zu ; f. Pan-zers allerältcste deutsche Bibeln. S. y- folg.Mit diesen auf Pergament gedruckten Bibeln, einige sagen,mit der zweyten lateinischen andern z. B. Karl JosephBougins in seinem Handbuch der allgemeine«Literargeschichte, I. Band. Zürcb, 1789- S. 75 «mit der deutschen Bibel rcisete Faust nach Paris, um siedaselbst zu verkaufen. Bisher mußten alle Bücher mühsamabgeschrieben werden, welches ihren Preis sehr theuermachte. Mit dem Abschreiben der Bibeln gaben sich vor-züglich die Mönche ab, welche ein solches geschriebenes Ex-emplar oft um 4 bis 520 Kronen oder Goldgüldcn verkauf-ten. Faust hingegen verkaufte ein solches Exemplar sei-ner Bibel anfänglich für 60 und nachher gar mir für zo Kro-nen , welches in den damaligen Zeiten ein Gpottgeld war.Hierüber bekam er aber nicht nur mit denen , welche noch60 Kronen bezahlt hatten, Verdrießlichkeiten , sondern dieMönch; wurden auch sehr aufgebracht darüber, daß ihnenFaust durch seine Kunst einen so einträglichen Nahrungs-zweig abschnitt. Da man nun nicht begreifen konnte, wieein Mensch ein so großes Tuch mit einer so bewundernswür-digen Gleichheit der Buchstaben schreiben, und um einen sogeringen Preis verkaufen konnte: so erregten die ersten, aufdicvoiz Faust und Schvffer verbesserte Art gedrucktenBücher ein solches Erstaunen , daß man dem Werkmeisterdieser Kunstprodukte ein Bündniß mit dem Satan Schuldgab und ihn für einen Hexenmeister erklärte, welches allesvermuthlich zu der Fabel von dem Schwarzkünstler und Dr.Faust Veranlassung gegeben haben mag. Vermuthlichveranlaßte das üble Gerücht, in welches die Mönche Fau-sten brachten , daß dieser von Paris wegeilte, und nunwar man bald mit der Lästerung fertig: der Teufel hätte ihngeholt. Ferner erschien aus Fausts und SchöffcrsOfsiein: Ii) LH-'oer/e oMv'on/m III.;

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