Buchstaben. ;6l
hundert vsr Solon vorüber gegangen seyn, ehe sie zudreien, gelangten, und in weichen sie sich des ersten, un.vduj'ändige« Alphabets bedienten? Homer lebte aberrriMt einmal volle 4 Jahrhunderte vorE 0 1 0 n, daher ergewrsi schon die Buchstabenschrift kannte. Acsichy! us hakcii? Zeugniß aufbewahrt, au? welchem erhellet. r,itz dieSetireidekunst schon in der Zeit des ersten khcbanischcii.Krwgs, also beynahe zwey Generationen vor bein iro/,mi-schen, vorbanden war. Hiermit stimmt HervdotsZeugniß übercin, der die Buchstabcn'chnfk in den Anfangdes böotifchen Thcbc setzt. Auch nöthigt uns das, wasuns die Ueberlieferung vom PaI a m e des und Kad m ussagt, das Daseyn der Buchstabenschrift vor Homc'ksFeit anzunehmen. Auffallend ist es «chcr, daß in derJliade und Odyssee nicht einmal eine Anspielung auf dieErfindung der Buchstabenschrift vorkommt. Die Folge»ordnnng, die Namen und die Gestalt der Buchstaben desgriechische!, Alphabeis beweisen deutlich, daß auch dieGriechen ihr Aiphabel von den Phöniziern erhielten, und//e»-oe/or. n «. 58- Or'sss. ch>. löst 60. undche-enr. zo, wie auch /Vl«. setzen es außer
Zweifel, daß dieses durch den Phönizier Cadmus, ei-nen Sohn des Agcnor, geschehen sey, der sich mitandern Phöniziern, zur Zeit des athcnicnfischen KönigsLmphictyons, um 2489 oder 1519 Jahre vor ChristiGeburt, in Börsten niederließ, den Griechen die phönizi-schen Buchstaben iiiistheilrc, und sie ihre Sprache damitschreiben lehrte; Goguet a. a. O. Lh. II. S- ;6. Kad-muö kam aber nicht uiiiiiittelbar aus Phönizicii, son-dern aus Aegypicn brachte er die Buchstabenschriftnach Griechenland, den» der Geschichtfoi scher Kanonsagt: die Phönizier hatten in Oberägypwn einen Staat ge-gründet, dessen Hauptstadt Thebc war; von Aegy-pten ausmachte also Cadmus den Kolonicnzug »ach Europa, underbauest in Böoticn lshebe, zum Andenken der ägyptischenMuttcrstadt. Hekatäus von Milct, den man für älterS 5 als