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Achter Theil, die Buchstaben L und M enthaltend.
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Lagerkunst. 15

ihrem Range. Die Marketender und Kaufleute, welchesich bey dem Heere befanden, umschlossen mit ihren Zelte»und Hütten das Lager, so daß sie bald innerhalb bald au-ßerhalb der Decschanzuiigen sich befanden. Hoyers Ge-schichte der Kriegskunst. I. 29. Schon in der an-dern Hälfte des i ztcn Jahrhunderts fieng man in Frank-reich und Deutschland an, während Friedenszeiten Uebungs-lager zu halten. Mcuscls Leitfaden zur Geschich-te der Gelehrsamkeit. II. 748.

Die Niederländer wendeten vorzüglich viel Sorg-falt und Fleiß auf das Schlagen eines Lagers. Der Artil-leriepark, so wie das Quartier des Obergencrals ward alle-zeit, nicht selten auch wohl das ganze Lager, durch eineherumlaufende Dcrschanzung befestiget. Hoyers Ge-schichte der Kriegskunst. I. Z46. Jede Compag-nie von >oo Man» bekam bey den Niederländern zoo FußTiefe und 24 Fuß Breite. Von der Tiefe wurden demHauptmann 40 Fuß gegeben, und zwischen seiner Wohnungund den Hütten der Soldaten blieb eine 20 Fuß breite Gas-se. Die Compagniegassen wurden 8 Fuß breit. Von denHütten der Soldaten 20 Fuß entfernt, ward den Marketen-dern ihr Platz angewiesen. Zwischen dem Viereck des La-gers und der Berschanzung ward endlich ei» 200 bis 250Fuß breiter Lärmplatz gelassen, der sich ringS um das ganzeLager herum erstreckte.

Gustav Adolph scheint zuerst von dieser alten nieder-ländischen oder deutschen Art zu kampiren abgegangen zuseyn; denn er ließ bey Nürnberg seine Armee meiner, undbey Fürth in zwey Linien kampiren. Ucbcrdics gab er sei-nen Regimentern »och eine größere Fronte. H 0 yer Ge-schichte der Kriegskunst. II. 502. 50z. 504.

Später gieng man von der Gewohnheit ab, sein Lagerdurch eine herumlaufende und zusammenhangende Lerschan-zung einzuschließen; man begnügte sich, dasselbe durch ein-zelne, von einander getrennte Schanzen, die sich aber Wech-sels-