Luftschiffkunst. Luftspringer. 261
mit unermüdeter Geduld selbst verfertiget. Bey den Ver-suchen, welche er mit seiner Maschine, nach Vollendungderselben, t» Wien anstellte, haben ihm alle Sachkundigeihren Beyfall geschenkt. Zur Verringerung seiner körperli-chen Schwere hat er einen kleinen Luftballon mit seinerMaschine in Verbindung gebracht, den er durch dieselbe zu-gleich zu regieren hofft. Eine ausführliche Beschreibungdieser Flugmaschine und der damit ang stellten Versuchestehe in Busch Almanach der Forkschc. XtV. B.G- 5Z6 — 547-
Lustspringer kamen von den Römern zu den Galliern und trie-ben vorzüglich im Uten, i 2 ten und izten Jahrhundert ihrWesen i» Frankreich, als Schauspiele, Dichtkunst. Mu-sik und Tanzkunst von ihrer frühern Vollkommenheit in je-nem barbarischen Zeitalter herabgcsunkcn waren. Die Luft-springer thaten oft sehr gefährliche Sprünge und ließen sol-che auch von Affen thun, die sie gewöhnlich mir sich führ-ten. Man hat noch eine Verordnung aufbehalten, wor-in unter der Regierung des heiligen Ludwigs derWaarcnzoll an den Thoren von PariS bestimmt wurde.Nach diesem Tarif ninßle ein jeder Possenipleler, der einenAffen »ach der Hauptstadt brachte, anstatt des Zolls,Sprünge und Kapriolen von diesen Thieren machen lassen.Daher das Sprüchwort entstanden ist: en?,ro?r-
cie LrnAe. Den Poffei'spielern selbst legte die Ver-ordnung auf, a» Zahiungöstalt einige Lieder zu singen.
Im Anfange der Regierung Philipp Augusts wur-den alle diese Gaukler auS seinen Staaten vertrieben unddiese Possen gänzlich unkersagk. Später wurden sie zwarwiever gelitten, aber man war genöthigt sie mit Drohun-gen und öfters durch Strafen in ihren Schranken zu halten.Das letzte hierüber abgefaßte Gesttz ist vom Jabre!Z95.Seit dieser Verordnung findet man in der französischen Ge-schichte keine Meldung Mehr von Vorstellungen der Gauck-ler mcht baß der Gebrauch dlkser Sebau-
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