Magnetnadel. ZZ9
Grab, 15 Minuten von Mitternacht gegen Morgen, undwandte dieselbe zuerst zur Verbesserung der Sonnenuhrenan. Diese Abweichung wurde zuerst in Paris 1550 durchOrontius Füneus beobachtet, weicher sie zu 8' o>l-sich angab. Gehler l- 17; zu Karls IX. Zeit( 1 ° 1574) wich sie nur 4° gegen Osten ab, 1582 war sien°, ZO'östlich, unter Heinrich > 11 . (Pi;8y)schicnsie ganz mit den Wcltpolen parallel zu laufen, aber unterHeinrich IV. (-j- 1610) schien sie eben so gegen Westenabzuweichen. G1 lbert wußte schon uin 1600. daß die-se Abweichung an verschiedenen Orten auch verschieden sey,(LichtenbccgS Magazin Bd. IV. St. 4. S. >;7.178?) und Gclli brand beobachtete 1625 in Londonzuerst, daß die Abweichungen der Magnetnadel an einer-ley Orten zu verschiedenen Zeiten auch verschieden waren;s. 2 >errr§e?ct. r>. iy;. p. 564. Halle Ma-
gie II. 1789- S. 80. Auch Gassendi (s,6;5) be-merkte eine große Avwechselung in dieser Abweichung,
Descartes suchte die Ursache der Abweichung inden Eisenerzen und Magneten, welche im Innersten derErde und im Meergrundc verborgen lägen; Azout darin,daß der Strom der magnetischen Materie durch die in derErde entstandene» natürlichen und künstlichen Aushöhlun-gen gestört, und von seinem eigentlichen Wege abgelenktwerde; H^vel in einem Schwanken der Erde u. dgl.;aber alle diese Hypothesen siiw von Halley und Mu li-sch enb rock gründlich widerlegt worden. Halley setztedaher an die Stelle der vorigen eine neue sinnreiche Theorie,und entdeckte zuerst die Abweichungslinien, die sich aus ge-wisse Gegenden zu beziehen scheinen und die man erhalt,wenn man auS mehreren, an vielerlei) Orten der Welt ange-stellte» Beobachtungen auf einer Landkarte die Orte bemerkt,an welchen die Magnetnadel für eine gewisse Zeit einerleyAbweichung gehabt bat, und dann durch diese Orte Linienzieht, wodurch verschiedene, besonders gekrümmte Züge
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