rr5 Salpelcräthcr. Salpetersäure»
Böhme» erfunden. ^ Achard machte die Entdeckung,daß man mit geschmolzenem Salpeter die Stubenluftdephlogistisiren oder reinigen könne. *
Die kümmerlichste, kunstlose und für die Untertha-nen höchst lästige Weise, den Salpeter zu gewinnen,tst diese, wenn man den Salpeterbeschlag, da/wo ersich von selbst ansetzt, durch bestellte Salpetersieder ab-kratzen, einsammeln und zusammenführen laßt. Die-ses Regal ist so alt, als der Gebrauch des Schießpul-vers. Schon im Jahr 1419 hat der Erzbischof Gü n-ther zu Magdeburg die Nutzung des Salpeters, als«in Regal, Jemandem gegen gewisse Abgaben ver-«illiget. 6
1. BeckmannS Aiiln't. zur Lechnol. 1787. S. 414. 41s.2. Halle Magie IV. G. 139. 3- LichtenbergL Ma-gazin 1781. I. B. 2. St. S. 109. 4. Halle fortgesetzt«Magie- 111. B. 1790. S. 144. L. Beck mann a. a. O.S. 417. 1.
Sakpeterathec ist eine weiße durchsichtige Feuchtigkeit,welche durch die Destillation des rectisicirten Weingeistesmit Salpetersäure bereitet wird. Herr Woulfe,Mitglied der königl. Societät in London, hat ein neuesVerfahren zur Bereitung desselben angegeben. Lich-tenbergs Magazin, lll- B. i. St. i/ZZ. S. 54.
Salpetersäure ist eine der vornehmsten mineralischenSauren, die einen Bestandtheil des Salpeters ausmacht.Durch Salpetersäure entzünden sich die Oele. Bor-richius entdeckte zuerst die Entzündung des Terpentin-öls mit dem rauchenden Salpetergeiste;* Slare ^und Homberg ^ entzündeten ätherische Oele, undRvuviere, um 1706, auch brenzliche. Hofmann *Und Geofsroy ^ fanden, daß die Lepmischung derLitriolsaure den Versuch erleichtere, und Novellefand, 6 daß sich dadurch auch die milden Sele entzünden
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