rückgetreken waren. * Auch andere Meere lassen, wennsie übertreten und wieder zurücktreten, an den Küstenund in den Vertiefungen der Erde Wasser zurück, wel-ches von der Sonne ausgetrocknet wird, da dann einSalz zurückbleibt, welches Meersalz oder Boysalz ge-nannt wird, und den Menschen frühzeitig bekannt wer-den konnte. Was hier die Sonne that, ahmten dieMenschen in der Folge durch das Feuer nach, und lern-ten aus den Salzquellen, vermittelst des Feuers, Salzsieden. Wie alt der Gebrauch deS Salzes seyn mag,«rhellet daraus, daß die Egypticr von den ältestenZeiten her das Einsalzen des Fleisches und der Fischekannten. ^
Die Alten glaubten, Misor oder Mizraim undSelech hatten den Gebrauch des Salzes erfunden. 3
Bey den Römern ließ Ancus Martius, der ZZ45n. E. d. W. zur Regierung kam, zuerst Salzwcrke«nlegen. * Zu Cäsars Zeit gab eS Salzwerkc in der<8egend von Utica. 6
Plinius gedenkt einer besondern Art des Stein-salzes, welches er Salz von Agrigcnt nennt; es hatdie besondere Eigenschaft, daß es im Feuer leichtschmelzt, und im Wasser zerfallt, sich aber nicht auf-löset. In verschiedenen Gruben soll es so rein gebro-chen haben, daß die Bildhauer verschiedene Werke dar-aus machten und es dem Marmor vorzogen. Der Ort,»vo es bricht, liegt 4 bis 5 Meilen von Gergeato. 6
Aulus Gellius, Jsidorus, Solinus undAndere kannten schon das schimmernde Erdsalz derspanischen Berge, .welches, an der Luft und in Haufenaufgesetzt, so hart wie parischcr Marmor wurde.
Auch kannten die Römer bereits viele gallische undteutsche Salzquellen. Man schätzte in Rom die gal-lische Schinken aus der Franche - Comte und dir Salz-
quel-