ro Schauspiel.
einen vortrefflichen Gebrauch zu machen. Unter den Pasrodien war die auf des Voltaire Oedip, im Jahr1719, die Erste. Unter den ganz eigentlich französi-schen Komödien, welche die italienische Truppe gab,war 1'srliitre <les cllMl-Lnils im Jahr 172Z, eine derErsten. Endlich führte sie auch durch eine freye Nach-ahmung der 3erva paclrona, mit Beybchaltung der Mu-sik des P e r g 0 l e se, nicht allein die italienische komischeOpermusik im Jahr 1754 auf dem Theater cl.i, sondernbrachte auch ganz eigentliche französische Lustspiele mitGesang, oder die französischen Operetten, auf die Bühne.Die von Simon Eh. Favart gemachte und 175zaufgeführte ldlinette L I» 6our war eine der ersten eigent-lich französischen Operetten für das italienische Theater.Im Jahr 1762 wurde die italienische Komödie mit derfranzösischen Opera cornigue so vereiniget, daß sie Wech-selsweise mit dieser, aber blos italienische Stücke z. B.von Goldoni, aufführen durfte, und 178» wurde dieitalienische Komödie ganz aufgehoben. Die Mitgliederderselben machten nun eine eigne italienische komischeOperngcscllschaft aus, die auch zuweilen Stücke in fran-zösischer Sprache aufführte.
Zur französischen Komödie gehören noch dieAiicvrnigues, welche aus mehreren verschiedenartigenStücken bestehen. Das Erste derselben, welches diesenTitel führt, war les ^ruours clo viclon et < 1 ' Lilöe,von M 0 n tf l e u r y, im 1 .167z. Es bestehtaus drey Auf-zügen, welche ein vollkommenes Trauerspiel ausmachen,zwischen den Akten sind aber kleine für sich bestehendelustige Stücke. Die komische Oper hat nachher nochdergleichen Stücke zuweilen gegeben.
Endlich hatten auch die Franzosen noch die sogs«nannten I'arailes oder Poffenspiele, worin Sitten ge-meiner Leute und niedrige Vorfälle auf den Iloulevarclrvorgestellt werden. Im Jahr 1779 brachte D 'Drville
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