Band 
Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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Schießpulvcr.

Auch wurde im Jahr 1789 gemeldet, daß ein Ge-lehrter, Namens Peter Mirando, auf der portu-giesischen Universität Coimbra, das Geheimniß gefun-den habe, ein Schießpulvcr ohne Salpeter zu verfer-tigen, welches die nämliche Wirkung thut, und noch bessergekörnt ist, als das gewöhnliche. Die näheren Um-stände sind noch nicht bekannt geworden. Da dieGewalt des Pulvers im Salpeter besteht, so ist esschwer zu begreifen, wie dieses Pulver ohne Salpeterdieselbe Wirkung thun soll. Jablonskie gedenktschon eines stillen Schießpulvers, das keinen Knallgiebt, und dessen Kunst in der Verminderung des Sal-peters besteht, welcher den Knall verursacht; er sprichtaber diesem Pulver die gehörige Wirkung in der Ferneab. 7 ? Mirando müßte also statt des Salpetersein anderes, dieselbe Wirkung hervorbringendes Ingre-diens dazu angewandt haben, sonst wäre es nicht zubegreifen.

Der Arzt Franz Baini zu Fogano im Toscank-scherr erfand im Jahre 1789 cin Mittel, die Stärkedes Schießpulvers um ein Drittel zu vermehren. Manthut nämlich unter jedes Pfund Pulver acht Loth fri-schen wvhlpulverisirtcn ungelöschten Kalk und vermischtes wohl unter einander. Die damit gemachten Ver-suche sollen die Erfindung bewährt haben. Doch istdieses Pulver nur zur Ladung, nicht aber auf der Zünd-pfanne zu gebrauchen.

Vertheilet, der Entdecker des Knallsilbers, hatein orygemrtcs Kochsalz oder ein Potaschen - Seesalzmit einem Uebermaaß von dephlogistisirter Luft zuStande gebracht, welches auf glühenden Kohlen mitgroßem Krachen verpuffet. Er brauchte solches auchanstatt des Salpeters zum Schießpulvcr, um diesemmehr Stärke zu geben. Der Erfolg schien auch der Er-wartung j» entsprechen; allein die Bereitung dieser

Art