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Schifffahrt.
haben» wie denn Oppianus 2 behauptet, daß theilsKühnheit, theils die Betrachtung des Nautilus die Men-schen zur Erfindung der Schifffahrt geleitet habe. Nacheiner andern Sage soll ein Kaninchen, das sich in einemhohlen Baume auf dem Wasser herumtreiben ließ, demersten Schiffer Veranlassung gegeben haben, ebenfalls ei-nen Baum auszuhöhlen, in die Mitte dieses Nachens zutreten, um das Gleichgewicht zu halten, und sich so denWellen anzuvertrauen. Gcßner, der die Erfindungder Schiffsahrt für eine Wirkung der Liebe halt, hat die-sen Gedanken in feiner Idylle, der erste Schiffer betitelt,fürtresflich ausgeführt. Hiermit stimmen folgende Nach-richten überein. Die ersten Fahrzeuge der Teutschenwaren hohle Baume; und in Cbiiia höhlten Kong-kou und Hoa-h'u, auf Befcbl desHoang-ti, einenBaum aus, woraus sie ein Fahrzeug und aus den Re-sten deß Baums Ruder machten. 3 Eben so leicht konnteauch die Neugierde, benachbarte Inseln naher kennen zulernen, oder das Bedürfniß, Fische zu fangen, zur Er-findung der Schifffahrt Veranlassung geben. Der Anfangder Schifffahrt war aber ohnstreitig erst sehr gering. Manmußte bald bemerken, daß das Holz im Wasser nicht un-tersank, daher konnte man bald auf den Gedanken gera-then, sich vermittelst eines Stück Holzes, daß man zwi-schen den Beinen fest kielt, über dem Wasser zu erhal-ten. Da aber auf diese Art der Körper bis zur Halstenaß wurde; so suchte man dieses Mittel bequemer ein-zurichten, indem man viele Hölzer neben einander fügte,und also die Flößen erfand, deren Erfindung dem KönigErythras, zwischen den Inseln des rothen Meeres, zu-geschrieben wird. Demohngcachtet wurden b^y denFlößen wenigstens noch die Füße zuweilen naß. Mansann daher auf Mittel, dieser Unbequemlichkeit abzuhel-fen; ein günstiger Zufall konnte diese an die Hand ge-ben. Man sahe etwa ein Kaninchen oder irgend ein an-deres Thier in einem hohlen Stamme trocken und wohl-
behal-