Siegellack.
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Das älteste gedruckte Zeugniß vom Siegellack ist vom Jahr156z und findet sich indes Garsias De Orta oderGarzias abhört» (nicht ak Otto, wie Viele falsch schrei-ben) ^romatom et llniplicium -rlignot lriltoria, wel-ches Buch 156g zum ersten Mal gedruckt wurde, wo derVerfasser bey dem Gummilack ausdrücklich anmerkt, daßdaraus Stangen zum Versiegeln der Briefe gemacht wür-den. Diese Schrift beweiset zugleich deutlich, daß daSSigellack im Jahr 156z den Portugiesen bekanntwurde,und wahrscheinlich haben die Portugiesen diese Erfindungden Indianern abgelernt, denn Tavernier gedenktauch der Bereitung des Siegellacks in Ostindien.
Herr R 0 0 s hat ferner in dem Wild- und Rheingräfl.Dhaunischen Archive zwey zu Oreamp in der Picardieim Jahr 1566 und einen von Paris 1567 an den Rhein-grafen Friedri ch geschriebene und mit rothem Siegel-lack gesiegelte Briefe gefunden.
In dem Archive zu Weimar entdeckte Herr ArchivariusNeuberger einen aus Paris den izten May 1571 ge-schriebenen und mit rothem Siegellack gesiegelten Briefeines französischen Edelmanns, Namens de Vulcob,der ehedem Gesandter; am Weimarischen Hofe gewesenwar. Merkwürdig ist, daß dieser Edelmann vorherneun Briefe mit gemeinem Wachs gesiegelt hatte, aberdieser zehnte Brief war mit ordentlichem rothen Siegellackgesiegelt.
Die älteste gedruckte Anweisung, Siegellack zu machen,hat der Herr von Murr in einem 1579 gedrucktenBuche gefunden, welches den Titel führt: New Titu-larbuch sambt etlichen hinzugethanen Geheimnissen undKünsten, das Lesen und die Schreiberey betreffende, durchSamuelen Zimm ermann, Bürger zu Augsburg.164 S. in 4. ohne Vorrede und Register. " Das Buchist zu Jngolstadt 1579 gedruckt und enthält schon ein
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