Sittenlehre.
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tisch, oder mystisch. Die eigentliche Lehrart der Ethikwar entweder paränetisch, oder historisch, oder dialo^gisch, oder systematisch.
Die alten Egyptier trugen schon eine eben so großeSorgfalt, die Lehren der Sittenlehre auszuüben, als sieAndern vorzutragen, und bedienten sich der hieroglyphi-schen Lehrart. Bey ihnen schöpften Moses, Pytha-gvras und Plato viele Kenntnisse.
Der älteste Sitkenlehrer, von dem etwas auf unsereZeiten gekommen ist, war Moses, der den Grund zurgeoffenbarten und zwar zur jüdischen Sittenlehre legte,die hernach durch die Sprüche und den Prediger Salo-tn o, wie auch durch das Buch der Weisheit und JesusSirach noch mehr ausgebildet wurde. Die geoffenbartechristliche Sittenlehre, welche die vollkommenste ist, dieman kennt, nahm ihren Anfang durch Christum, dessenSitrcnlehren durch seine Apostel noch mehr entwickeltwurden.
Bey den Indianern trug Pilpay, sowie Locm anndie Moral in Fabeln vor.
Consucius unterrichtete die Chineser in der Moral.
Bey den Persern wurde Schich Saadr, aus Schi-tas oder Pcrsepolis, berühmt, der 1257 n. Ch. G.fein Eülustan oder Rosenthal schrieb, welches moralischeGeschichten, Fabeln und Denksprüche enthält.
Indessen wurde doch die philosophische Sittenlehre beyden Griechen zuerst entwickelt und in ein System gebracht.Anfangs trugen auch die Griecbcn ihre Sittenlehren nurin Fabeln und Denksprüchen vor; das beweisen die Fa-beln des Aesopus, eines Phrygiers, der um Z4.nrlebte und ein Zeitgenosse desCrösus und S 0 l 0 n war.Theognis von Megara und Phocylidks von Mi-
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