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Sonnenuhr.
gegen die Sonne gerichtet; dahin gehören die Sonnen«ringe und die cylindrischen Sonnenzeiger.
Der erste Sonnenzeiger, dessen die Geschichte ge-denkt, ist der Sonnenzeiger des Königs Ahas, anwelchem der Schatten um zehn Stufen rückwärts gieng.Man glaubt, daß dieses durch eine Wolke, in der sichdie Sonnenstrahlen brachen, bewirkt worden sey. *Dieser Sonnenzeiger war schon fünf Jahre vor derZeitrechnung des Nabonassars, also um ZZÜ2 in Jeru-salem. Einige haben diesen Sonnenzeiger des Ahasfür eine ordentliche Sonnenuhr gehalten, und unter denStufen die Linien oder Striche der Sonnenuhr verstan-den. Allein diese Begebenheit ereignete sich vor derbabylonischen Gefangenschaft, wo die Juden den Zagnoch nicht in Stunden eingetheilt hatten und also auchnoch keine ordentlichen Sonnenuhren haben konnten.Diese lernten die Juden erst in der babylonischen Ge-fangenschaft kennen, also bey dem Volke, dem man dieErfindung der Sonnenuhren zuschrieb. Andere verste-hen daher ordentliche Stufen einer Treppe darunter,die Ahas hatte bauen lassen, und die der Schattenirgend eines Gegenstands des Tags über nach und nachberührte, daher der König diese Stufen, die der Schat-ten täglich nach und nach berührte, zur EintheilungdeS Tags in so viel gleiche Theile anwandte. Es waralso etwas Achnliches von einer Sonnenuhr, zu derenErfindung der König wohl nur durch Zufall kam. Manhält diese Stufen für Stufen des Tempels; sie zeigtenaber nicht ganze Stunden, sondern kleinere Zeiträume,etwas mehr als Viertelstunden, an, denn es müssensolcher Stufen mehr als zwanzig gewesen seyn, weil esder Prophet dem König freystellte, ob der Schattenzehn Stufen vorwärts oder rückwärts gehen sollte. Aneine wahre Sonnenuhr ist also hier nicht zu denken.