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Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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445
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Spiegel. 44z

JmFahr 1670 erfand man inNürnbörg bis Kunst, er-habene Glasspiegel ohne Folie zu verfertigen. "

Als unter Colbert die Franzosen den Benetianernden Glashandcl zu entziehen ansi'engön, erfand einFranzos, Abraham Thewart, im Jahr rüZZ, dieKunst, das Glas in Tafeln zu gießen, ^0 und brachteseine Spiegel schon zu einer Höhe von toZ Zoll.Bald brachten die Franzosen durch diese Kunst, die Glas-masse auf eine Tafel von Metall zu gießen, ihre Glas-tafeln in der Glasinanufactur zu Samt Gobin zueiner Höhe von 120 Zoll. " In der Spiegelma-nufactur zu Paris machte man schon vor 1787 Spiegel,die y Schuh lang und 5 Schuh breit und einen halbenZoll dick waren. Man rühmt sich sogar 17 Schuh langeTafeln gießen zu können. ^

In England wurde das Tafelglas zu Spiegeln undKutschfcnstcrn erst 1673 auf Antrieb des Herzogs vottBukingham verfertiget; aber erst rögz sieng man da-selbst an, das feine Glas den Venctianern nachzuma-chen. " Man hat aber bis jetzt in England noch keinegrößer» Spiegel gemacht, als solche, die 60 Zoll langund 42 Zoll breit waren. Zu St. Jldefonse werdenSpiegel gemacht, die lb-2 Span. Zoll lang, 9z Zollbreit und 1 Zoll dick sind.

Zum grünen Plan , stur Braunschwcigischen, laßtHerrKommissar Amelung Spiegel verfertigen, welche 64Brabanter Zoll hoch und 23 Zoll breit sind. Diese Ta-feln werden aber nicht gegossen, sondern die ungeheureMasse Glas wird aufgeblasen, von zwey Arbeitern ge-schwenkt, dann wird die große Blase aufgeschnitten, imStreckofen mit breiten Zangen auseinandergezogen, ge-glättet und zu der verlangten Größe ausgedehnt. "

1 . <7/cL7o äs Matura Oeorinn I.iU. III. n. 57. 2. 2 MoseS3, L. die Anmerkung i» der Hezelischen Ausgabe.

S, Schröckh