Sternbewegung. Sternbilder. ZSA
schrieben. Er dient dazu, scheinbare Entfernungen amHimmel zu messen, und einen größeren Zirkelraum amHimmel zu fassen, als die bisherigen Rühre und Glä-ser darstellen. Das Instrument ist eigentlich ein Dol-londisches Objectivmicrometer, und faßt am Himmeleinen Raum von 4 Grad und ig Minuten, und nacheiner veränderten Einrichtung kann man beynahe 10Grad Entfernung am Himmel damit messen. Witten-bergisches Wochenblatt. 1775. St. 41.
Sternbewegung ; eine Maschine, welche die eigentlicheBewegung der Sterne vorstellte, erfand Regiomon-tan, der 1476 starb. Kleine Chronik Nürn-bergs. Altdorf. 1790. S. Zg.
Sternbilder, Eternfiguren, sind eine unbestimmte An-zahl neben einander stehender Fixsterne, die man untergewisse Bilder z. B. unter das Bild eines Widders,eines Stiers, u. s. w. gebracht hat, um sie desto besser,zu unterscheiden und Andern kennbar zu machen. DieKenntniß dieser Bilder, und der zu ihnen gehörigenSterne, führt den Namen Asirognosie.
Einige meynen, daß die bey den ältesten Völkerngewöhnliche Bildersprache den Gedanken, die Sternein gewisse Bilder zu ordnen, erzeugt-oder wenigstensbegünstiget habe; der Abt Pluche vermuthet aber, daßsich der Ursprung der Sternbilder von den ersten Völ-kern herfchreibe, welche nach der Sündfluth die EbneSinear bewohnten, und vornehmlich die Sterne desThierkreiseS in Bilder brachten, deren Bedeutung sichauf die, bey'm Stande der Sonne, in ihnen vorfallendenBegebenheiten der Viehzucht und des Feldbaues bezieht.Daß die zwölf Sternbilder des Thierkreises die ältestensind, darin sind Alle einstimmig, und mir ist die Muth-maßung des Pluche, daß die in den Ebenen vonSinear wohnenden Menschen, das ist, die Chaldaer,
diese