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Eilfter Theil, die Buchstaben R und S enthaltend.
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Stunden schuh.

Bey den Römern wird in den zwölf Gesehtaseln Nurblos des Auf- und Untergangs der Sonne gedacht. Ei-nige Jahre hernach, also übet drey Jahrhunderte nachRoms Erb. , wurde erst der Mittag in Rom bemerkt.Der Gerichtsdiencr des Confuls mußte den Mittag alle-mal öffentlich ausrufen, wenn er die Sonne von derKurie zwischen der Rednerbühne und dem griechischen Ge-sandten - Stande erblickte; wenn sie sich von der Mani-schen Säule gegen das Gefängniß neigte, so zeigte erdie letzte Stunde an. Dieß konnte indessen nur an hei-tern Tagen geschehen» und dauerte bis zum ersten put-schen Kriege. ' Nachdem die Römer den Mittag bemerkthatten, theilten sie den Tag in vier Viertheile, so wiedie Nacht bey ihnen in vier Wachen abgetheilt war. ErstUm das 477ste Jahr der Stadt Rom fieng man an, denLag nach einer Sonnenuhr in Stunden einzutheilen. ^

1. i>/Miancie exercilstionss. p. 64Z-. 644. Ot-iur

Hermes ^eMpi. VIII. 202- spuä LollisN.

2- 2. av ^4/e-rllNctro 6enizl. Hierum. 156. IV.vsp. 1/. I5b. VI. 5. Z. I°/m. VII. 56.

Stundenschllh ist der dritte Theil von der Länge einesPendels, welches seine Oscillation oder Schwingung ineiner Secunde zu Ende bringt. Huygcns hat dieLange desselben zuerst bestimmt und gefunden, daß er sichzu dem Püriser Schuh wie 88 l zu 864 verhalte. Erschätzt nämlich die Lange des Pendels drey Pariser Fuß,acht und eine halbe Linie. * Er meynte, durch Be-stimmung dieses Fußes ein allgemeines Maaß gefundenzu haben, dessen eigentliche Größe aN allen Ortenleichtlich bestimmt werden könnte; aber da man nach derZeit erfahren hat, daß die Schwere nicht an allen Ortender Erde gleichgroß ist, und also ein Pendel von gewisserLänge nicht aller Orten gleich geschwind oscilliren kann;so fallt der gchoffte Nutzen des Stundenschuhes weg. 2

1. I/uZ-emus in Rorolox. osciltiN. psrt. 4. prop. 25. x. 152.ISL. L- Jakobson Lechnol. Wörterbuch. IV. S. 346.

Sturm-