Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Tact. Tactik.

Amts-Zeitung vom 14ten Jun. 1790. Nr. 95. 18. Go-

thaische gelehrte Zeitung. Ausländische Literatur. 1791.1. St. S. 8. 14. Trlanger gelehrte Zeitung 1792.,S1.

St. S. 759.

Tact wurde schon IN alten Zeiten durch vier Athemholun-gen abgemessen und durch einen Schlag mit dem Fußesignirt; daher hernach in der Dichtkunst das Sylbenmaaßnach Füßen eingetheilt wurde. 7/a«c läbr. <1e

koiirnat. cantu. p. Y5.

Tactlk oder Kriegsstcllungskunst erfanden die Griechen oderunter ihnen die Athenienser und Spartaner; doch sinddie Griechen in der hohen Disciplin nicht als Muster zubetrachten, denn diese wurde unter den alten Völkernnur allein von den Römern ausgeübt. Philipp undAlexander, Könige vonMacedonien, waren die größ-ten Tactiker ihrer Zeit und der erste gab besonders demPhalanx die Gestalt, wodurch er das Werkzeug ihrergroßen Siege wurde.

Die Erfindung des SchießpulvcrS änderte das ganzeSystem der alten Kriegskunst. Man glaubte, daß dieKriegskunst, nach eingeführtem Kanonen- und Flintenfeuer,das nicht mehr seyn könnte, was sie zu den Zeiten der al-ten Griechen und Römer gewesen war. Die Krieger,die sonst mit dem Degen in der Faust unüberwindlich ge-wesen waren, verloren unter dem anhaltenden Feuerre-gen des Geschützes alle Geistesgegenwart. Man glaubte,daß man dem fürchterlichen Tone deS feindlichen Geschü-tzes Kanonen von gröberen Stimmen entgegenstellen, dieTruppen auf Bodenarten, die sie vor dem feindlichenGeschütze sicherten, postiern, und, um das Blut desSoldaten in Warme zu erhalten, ihn früher, als es dieSchußweite der Flinte fordert, mit seinem eignen Mus-ketenfeuer beschäftigen müsse. Man übte daher die Sol-daten im Geschwindschießen und verabsäumte jene Be-wegungen ganz, wodurch sich die alten Griechen in

Schlach-