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Tanzkunst.
auch den Waffentanz, und Minos, der Gesetzgeber, ver-ordnete, daß die Jugend, die in Greta auf öffentlicheKosten erzogen wurde, in der Waffenrüstung tanzenmußte, um sie hart und kriegerisch zu gewöhnen. "
Auch der Pyrrhichische oder Pyrrhische Tanz, denPyrrhus in Creta, ein Sohn des Achilles, zumAndenken des Siegs über den Eurypylus stiftete, den ergetödtct hatte, war ein Waffentanz, denn die Tänzermußten mit allen Stücken gcwaffnet seyn. " Phxy-nicus tanzte den Pyrrhischen Tanz so schön, daß er ein-mal dadurch den Regimentsstab zu Athen erhielt. Die-ser Waffentanz war zu Ende des löten Jahrhundertsnoch in Deutschland Mode. "
Auch der zierliche, belustigende Tanz iß bey den Grie-chen so alt, daß sie die Erfindung der Bälle und Lanzeder Muse Terpsichore, aber die Erfindung der Tanz-kunst überhaupt der Muse Erato zuschrieben. Her-mes verliebte sich in die zierlich tanzende Polymele.
In den alten Zeiten tanzten bey den Griechen Män-ner und Weiber von einander abgesondert oder jedes Ge-schlecht für sich. Als aber Theseus von Athen siebenJünglinge und sieben Mädchen, die die entgegengesetzteArt zu tanzen vom Däda lus selbst gelernt hatten, ausdem Labyrinth des Dädalus befreyete und nach Griechen-land brachte; so wurde sie auch in Griechenland einge-führt. 21 Auf dem Schilde des Achilles war ein solcherDädalustanz abgebildet; 22 Jünglinge, mit dem De-gen an der Seite, und Mädchen tanzten ihn mit ver-schlungenen Armen, drehten sich bald in schnellen Kreisenherum, bald liefen sie reihenweise gegen einander. An-dere machen aber den Theuseus selbst zum Erfinderdieses Tanzes und sagen, daß er, zum Andenken seinesSiegs über den Minotaurus, bey der Rückkehr in seinVaterland, mit seinen Gesellschaftern einen Tanz um denDelischen Altar eingeführt habe, der eine Nachahmuug
des