Taucherglocke.
35
zuleeren, war aber dabey nicht glücklich; allein er er-neuerte denselben durch Unterstützung König Jacobs ll.und des Herzogs von Alb ein arle und brachte im Jahri 687 Schatze aus jenem Schiffe, die sich auf zvo,c>ooPfund Sterling belicfen. Phipps wurde dafür vomKönig zum Ritter geschlagen und starb 169z zu London.
DcrJtalieuer Lorini beschrieb im Jahr 1609 eine derTaucherglocke ähnliche Maschine, wovon er jedoch nichtselbst der Erfinder war; sie bestand aus einem viereckig-ten mit Eisen beschlagenen Kasten, der mit Fenstern ver-sehen war und unten einen Schemel für dcnTaucher hatte.Im Jahr 1671 lehrte Nicvlaus Witsen die Ein-richtung und den Gebrauch der Glocke richtiger, welchesauch Johann Alphonsus Borellus 1679 that.Eben dieser BorelluS dachte über das Schwimmender Fische nach; dieß gab ihm Veranlassung, zwey le-derne Röhren zu erfinden, aus welchen man auf der ei-nen Seite die Lust einathmer, und auf der andern wie-der ausathmet, so daß man durch ihre Hülfe einigeStunden unter Wasser bleiben kann. Diese Erfindungwurde i6ZZ * bekannt gemacht und wahrscheinlich finddie vom Borellus erfundenen ledernen Röhren an der1765 zu Pont-Rvyal erfundenen Tauchermaschine be-nutzt worden, welche aus einem kupfernen Futteral be-steht, das die Gestalt eines Menschen hat. Am Halseist eine Oeffnung, durch die der Mensch in die Maschinekriecht, dann bekommt er eine kupferne Haube mit zweyAugenglasern und einem Stirnglase auf den Kopf, wel-che unten an wasserdichtes, an dem Halse der Maschinebefestigtes, Leder angeschraubt wird. Ueber der Haubesind verschiedene Röhren nebst einer Kugel angebracht,aus welchen Lust zum Munde des Tauchers geleitet wirdund in welche die auSgeathmete Luft steigt, sich wiederabkühlet und wieder geathmet wird. §
Sturm beschrieb 1678 ^ die Taucherglocke nachELnclair und that einige Vorschlage zu ihrer Derbesse-
C 2 rung.