Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
Seite
78
JPEG-Download
 

78 Thermometer.

des letzter» in Vergleichung mit der Warme selbst an.Auch erfand De Luc ein Thermometer, an dem derQuecksilberbchalter aus einem Federkiele bestand? undHerr M ossy verfertigte solche unter Aufsicht des HerrnPater Cotte. ^

Renaldini hatte schon vorgeschlagen, das Ther-mometer in Mischungen von kaltem und warmen Wasserzu graduiren und le Sage in Genf war darauf ge-kommen, mit der nöthigen Vorsicht das Thermometer insolche Mischungen zu bringen und dadurch ein äquidiffe-rentiales Thermometer zu verfertigen. ? Du Ehrestließ Regen- oder Schnecwasser in einem Gefäße bey na-türlicher Kalte ringsum gefrieren, brach dann die obereRinde ein und setzte das Thermometer, so weit dasQuecksilber reicht, hinein. Sicherer noch, obgleichnicht so bequem, ist das Verfahren des Cavendish,welcher zur Bestimmung der festen Punkte zuerst vorschlug,das Thermometer gar nicht ins Wasser zu senken, son-dern es blos in einem verschlossenen Gefäße dem Dam-pfe des siedenden Wassers auszusetzen. Cavendisherfand auch ein neues Thermometer, an dem man denhöchsten Grad des Quecksilbers erkennen kann, ohne ihneben zur Zeit derEreignung observirt zu haben. Er laßtdie Haarspitze des Thermometers in eine gläserne Kugelausgehen und füllt die Röhre des Thermometers von da,wo das Quecksilber aufhöre, mit Weingeist voll, läßtauch etwas Weingeist in der Kugel worin diese Rühresteckt. Wenn nun das Quecksilber im Thermometersteigt: so treibt es den Weingeist oben heraus in dieKugel, wenn es aber in dcr-Röbre wieder fallt, so sollsich von seinem höchsten Stande an, bis so weit es her-unter fallt, ein leerer Raum ereignen, dessen Lange denvorigen hohen Stand des Thermometers anzeigt. Zurneuen Qbservation wird die Thermometerröhre wiederaufs Reue gefüllt.

Kö-