Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Vergoldung,

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Golbgießer und Goldschlager zugleich war und die Hör-ne, des Ochsens, den Nestor opfern wollte, vergoldenmaßte. ^ Die Griechen und Römer schlugen schon daSGold in dünne Blätter, die sie mit Eyweiß auf Marmortrugen; zum Holz aber brauchten sie das Leucophaum,eine Zusammensetzung von zäher und klebrigter Erde, diezum Grunde diente. * Auf die letztere Art wurde dieBildsäule der Minerva vergoldet, die PhidiaS nachder Maratbonischen Schlacht für die Platäenser machte.Unter dem Comulat des Publius Cornelius Ce-thegus und des Marcus Bäbius kam die Kunstzu vergolden nach Rom, denn 571 oder 57z nach R.Erb. ließ Acilius Glabrio die Statüe seines WaterSvergolden. ^ Plinius 6 den Anfang der Ver-gvldungskunst in Rom in die Zeiten des Censors Lu-cius Mummius, wo man anfteng die gewölbten De-cken und Wände der Zimmer mit vergoldeten Zierratherrzu putzen. Auch der Gebrauch des Amalgama zur Ver-goldung, das ist die Mischung von Gold mit Quecksil-ber, war schon dem Plinius ? und dem Jsidor vonScvilien bekannt. Die Vergoldung des Leders ist eben-falls alt; Kayser Com modus ließ ein Pferd, mitgoldenem Leder bedeckt, auf die Rennbahn führen. ^

Die trockne Vergoldung wurde erst 1698 durch Ro b.South well einen Engländer bekannt gemacht, welchermeldet, daß sie den deutschen Goldschmidten schon be-kannt gewesen sey, daher man sie für eine deutsche Er-findung hält. Sie geschieht auf folgende Art: mantränkt leinene Lumpen in Goldsolution, brennt sie dannzu Asche und reibt diese Asche vermittelst eines in Salz-wasier getunkten Korks an das Silber, so wird es ver-goldet.

Der Maler, Bildhauer und Baumeister Margarit ho-ne, geb. zu Arezzo 1240, f- 1317, wird auch für den Er-finder einer Art von Vergoldungen gehalten. ^

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