Band 
Zwölfter und letzter Theil, die Buchstaben T bis Z enthaltend.
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Vorrücken der Nachtglei'chen.

Hipparch fand schon 12g Jahre vor Christi Ge-burt die Langen der Sterne in Ansehung der Acgui-noctialpunkte über 2 Grad größer, als sie Limocha-ris und Aristyllus 294 Jahre v. C. G. bestimmthatten. Eben dieses Zunehmen der Langen zeigte sichaus Bergleichung seiner Beobachtungen mit des Eu-d orus Beschreibung der Sphäre, die sich auf nochaltere Zeiten bezog. Seit diesen Zeiten bis jetzt (ineinem Zeitraume von 2200 Jahren) haben die Lan-gen der Sterne um mehr als Zo Grad zugenommen.Sehr sinnlich wird dieses an den Sternbildern desThierkreises, welche jetzt nicht mehr in den Zeichenoder Theilen der Ecliptik stehen, wo sie sich ehedembefanden, sondern in die nächstfolgenden übergegangensind, daher man die wirklichen oder ungebildetenZeichen des Thierkreises von den gebildeten d. i. vonden Sternbildern, deren Namen sie führen, zu un-terscheiden hat.

Da alle Hülfsmittel der Sternkunde, welche dieStellungen der Fixsterne gegen Acguator und Ecliptikangeben, nur für eine gewisse Zeit gelten und man z.B. bey Himmelskugeln die Weltpolc verrücken müßte,wenn man altere Globen für neuere Zeiten, oder neue-re Globen für altere Zeiten richtig brauchen wollte;so haben einige Astronomen bey den Himmelskugclnauf solche Vorrichtungen gedacht, wobey man die Stel-lung der Wcltpole der Zeit gemäß verändern kann.Cassini machte 1708 bekannt, daß er ein Modellhierzu erfunden habe; auch Lowitz verfertigte eins,welches Herr Kastner besaß, und Herr von Seg-ner hat 1775 noch einen andern Vorschlag hierzugethan.

Die alten Systeme, welche die Fixsterne sehr naheannahmen, und in eine hohle Sphäre einschlössen, sa-hen das Vorrücken der Nachtgleichen als eine wirkliche

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