zoü Wassermicroscop. Wassermühlen.
S. 363. vom Jahr 1787. 3. Frankfurter Kaiser!- NeichS-Ober-Post-Amts-Zeitung. 17L0. Nr. 156» vom 16. Oct,
Wassermicroscop s. Microscop.
Wassermühlen. Der Erfinder der Wassermühlen istnoch unbekannt; ihre Erfindung scheint aber in dieZeitendes MithridateS, der zyZl starb, zu fallen,denn Strabo, der zur Zeit des Augustus lebte,erzählt, daß neben der Residenz des MithridateSeine Wassermühle gestanden habe; man kann daherannehmen, daß die Wassermühlen zur Zeit des Mi-thridates in Asien bekannt waren. Lucretius,der Z9Zi starb, gedenkt der vom Wasser getriebenenRäder und Schöpfräder. Pomponius Sabinussetzt die Erfindung der Wassermühlen in die Zeitendes Julius Cäsar. * Le Prince will durch einEpigramm des Ant später, der zur Zeit des Cice-ro lebte, beweisen, daß die Wassermühlen zur Zeitdes Cicero schon bekannt waren. * Zur Zeit deSAugustus waren die Wassermühlen bereits in Rombekannt, obgleich der Gebrauch der Roß- und Hand-mühlen dabey noch fortdauerte. In Vitruv ^ kom-men Ir)'<1iaulae vor, wofür Andere I,)c1oolnv!ao le-sen; es waren Schöpfmühlen, die von Menschen ge-treten wurden, oder, nach Andern, Getraidemühlenmit unterschlachtigcn Wasserrädern, woraus man ficht,daß zu des Augustus Zeit die Wassermühlen be-kannt, aber, nach Vitruvs Aussage, nur noch ingeringer Anzahl vorhanden waren. Einige meynen,Vitruv habe die Wassermühle, von der er redet, zuEnde der Regierung des Julius Cäsar selbst er-funden. Indessen sieht man aus seiner Beschreibungvon einem tviripano all rriolenllain iarinam in tln-mine ox6rnctc>, daß diese Maschine damals bey Wei-tem noch nicht so vollkommen war, wie die Wasser-mühlen in spätern Zeiten. Etwa üc> Jahre nach dem
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