ZoZ Wassermühlen.
i. I. 718 die erste Windmühle in Böhmen erbauetworden sey.
Kayser Heinrich l. bauete im Jahr 922 auf demPlatze, wo eine Mühle stand, die Stadt Goslar; *im Jahr 956 war in Westphalen im Bergischen eineMühle; v jm Jahr 1012 hatte Augsburg bereits Müh-len.
^ Die Kunst, Ebbe und Fluth zum Treiben der Müh-le zu benutzen, erfand ein Zimmermann in Dünkir»chen, wie Einige melden; " Zanetti zeigt indessen,daß solche Wassermühlen, die sich nach Ebbe und Fluthrichten, schon in den Jahren 1044. 1078- 1079 und-«1107 vorhanden waren.
Jm Jahr 1159 rechnete Kayser Friedrich l. dieWassermühlen ausdrücklich zum Wasserregal.
Die Einrichtung, das Mehl zu beuteln, wurde beyden Wassermühlen erst im i6ten Jahrhundert einge-führt; vorher bediente man sich der Siebe, die manmit der Hand bewegte. *2
In dem Städtchen Lempsal, in Tiefland, hat derSchmidt Heine eine Wassermühle verfertiget, die, oh-ne an einem Bach oder Flüßchen zu stehen, immermahlen kann. Die Mühle besteht aus einem großenWasserrade, über demselben ist ein breternes, mit einerkleinen Schleuse versehenes Wasserbebältniß, welchesacht bis zehn Tonnen faßt. Das Wasser fallt nachaufgezogener Schleuse in das Rad und setzt es in Be-wegung, sammelt sich aber unter dem Rade wieder inein anderes Wasserbecken. Die' Bewegung des Radstreibt nicht nur das Kammrad, sondern da die eiserneAchse dieses großen Wasserrads auf beyden Seiten als«in Zickzack ausgebogen ist, so setzt es zugleich auchnoch acht Pumpen in Bewegung, welche das Herabge-fallene Wasser aus dem untern Becken wieder in dieHöhe treiben und in das obere Bassin zurückgießen.
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