Weltsystem.
Z6s
^nS dieser Planst in der Opposition naher ak- dieSonne stehe, welches sich mit dem PtolemaischenSystem gar nicht vertrage, daher ihm nichts übrig ge-blieben sey, als den Mars und die übrigen Planetenum die Sonne, diese aber um die Erde zu führen.Obgleich Lycho viele Anhänger fand, so gieng dochschon sein berühmter Schüler, Christian Longo-montan (geb. 1562, gest. 1647) darin von ihn?ab, daß er die tägliche Bewegung aus einer Umdre-hung der Erde herleitete. Dieses halbtychonische Sy-stem» welches ein Mittelding zwischen dem Tycho Ni-schen und Copernicanischen war, fand jedochkeinen Beyfall.
Bestätigung des Copernicanischen Systems.
Zu Anfange des i^ren Jahrhunderts nahete derZeitpunkt, der dem Copernicanischen System dieOberhand verschaffte. ES wurde nämlich das Fernrohrerfunden, durch WeichesGalilei das Ab-und Zuneh-men der Venus und des Merkur, das Daseyn der Ju-pitersmonden, die Ähnlichkeit des Monds mit der Erde,die Flecken der Sonne und deren Umdrehung um ih-re Are, theils entdeckte, theils besiä/iget fand. Es wardunwidcrsprechlich gewiß, >ß Venus und Merkur umdie Sonne liefen, daß alle Planeten dunkel such undvon der Sonne erleuchtet werde», daß sich Weltkör-per um Aren drehen können, daß sich es mit der Er-de und ihrem Monde so wie mit dem Jupiter undseinen Monden verhalte, und daß sich die Sonne alsder einzige leuchtende und vornehmste Körper unsresSystems auszeichne, welches Alles den Galilei be-wog, die Copern iranische Weltordnung zu begün-stigen. Zwar erklärte man zu Nom i. I. 1615 daSCvpernicanisehe System für schriftwidrig und ketze-risch und Galrlei selbst konnte der Gefahr nur da-durch