Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
Seite
6
JPEG-Download
 

6

Segelgarn. Segeln.

tel bei Einigen der Segler, weil er auf der Ober«fläche des Meeres gleichsam segelt. — Auch schwind-lige Schafe, welche im Kreise herumgehen und aufdie Seite wanken, werden in der LandwirthschaftSegler genannt.

Segelgam, an verschiedenen Orten eine Benennungdes Bindfadens, besonders in den Seestädten.

Gegelgießer, eine mittelmäßige hölzerne Wasserschau-fel, welcher man sich bedient, sowohl das Schiff da«mit zu reinigen, als auch die Segel zu begießen,wenn sie zu schlaff sind.

Segelkoje, Kombüse, Küche, im Schiffbau,auf Englischen, Französischen, Holländischen oderNiederländischen Schiffen, Kriegsschiffen, wird die-selbe auf den beiden erster« auf dem Verdeck unterder Back angebracht, auf dem letzter« im Raume;s. auch unter Schiffküche, Th. 144, S. 309.

Segellmie, inder Schifffahrt, eine krumme Linie,die derjenigen ähnlich ist, die ein Segel annimmt,wenn der Wind darein bläset.

Segelmacher, s. den folgenden Artikel.

Gegelmeister, Segelmacher, eine Person auf denSchiffen, welche die besondere Besorgung des Segel-Werkes unter sich hat. Er muß diejenigen Segel,welche im Gebrauche sind, alle Quartiere beschauen,keine Löcher darin lassen, und solche sogleich flicken.In Seestädten verfertigen sie auch neue Segel, wel«ches sich dann auf den Namen Segelmacher bezieht.

Segeln, ein regelmäßiges Zeitwort, welches in doppel-ter Gestalt üblich ist. 1. Als ein Zeitwort der Mit-telgattung, vermittelst der Segel den Ort verändern,vermittelst derselben fahren oder fortgetrieben wer-den, wo es dann nur von solchen Fahrzeugen ge-braucht werden kann, welche sich der Segel bedienen;es erhält das Hülfswort haben, wenn die Richtungnicht ausdrücklich bestimmt wird; daher sagt man