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Seide und Seidenbau.
Gott einem Jeden gegeben, auch etwas zu BeförderungderNahrung hiesiger Ländeseinwohner beizutragen oderdazu nach ihren Einsichten diensame Vorschläge zu thun.Wie viel Gutes würde daraus entstehen, wenn nachdem Beispiele des Herrn Ober-Amtmanns Voigt die-jenigen, so aufdem Lande wohnrn, und eine etwas mehr,als gemeine UeberlegungSkraft haben, ihre Sorge dahinrichteten, wie man die geringen Leute zu mehrerem Fleiß,in Bearbeitung und NüHung der Landesprodukte, all-mählig gewöhnen oder ihnen neue Arten lehren könnte,wodurch sie ihren Unterhalt erwerben? Es ist auf ver-schiedene Weise möglich, alten unvermögsamen Leutenund kleinen Kindern Gelegenheit zu geben, daß sie mitihren Händen etwas verdienen, das ihnen Brod ver-schafft, mithin die Anzahl der Bettler vermindert, oderdoch dahin führt, daß man diejenigen zur Arbeit anwei-sen kann, welche aus Faulheit sich entschuldigen, daßsie nichts zu verdienen wissen. Es wäre überflüssig,hierüber sich weitläufiger herauszulassen, da Niemanddie Wahrheit dieser Sähe in Zweifel ziehen wird.Weil man geglaubt, daß der Ehre des Verfassers etwasentzogen würde, wenn man dessen Erbieten, wie er ei-nem Jeden, der es verlangt, mit seinem Unterrichte die-nen wolle, von dieser Abhandlung wegließe, so ist derAbdruck eben so geschehen, wie der erste Entwurf abge-faßt war, ob man gleich von dessen Erbieten den Nuz-zen nicht mehr haben kann." Man gewahrt hieraus,daß diese Anweisung zur Betreibung des Seidenbauesoder der Seidenraupenzucht besonders auf die Hannö-verschen Lande berechnet worden, und daß die zweitePeriode des Seidenbaues wahrscheinlich von dort aus«gegangen, wenigstens den Seidenbau nach inländischenErfahrungen zu betreiben. Daß aber auch diese Be-mühungen den Seidenbau durch einen faßlichen auf Er-fahrung gegründeten schriftlichen Unterricht zu verbrei-ten, noch lange fruchtlos geblieben, oder wenigstens nur