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Seide und Seidenbau.
weit nachsteht, und daß an den bisher geringen Fort-schritten dieses Industrie-Zweiges nicht das Klima,sondern die Unersahrenheit der Unternehmer Schuld sei;daß die Behörden die Wirrhschaftsämter aufzumunternhaben, nicht nur Gründe und Gebäude auszuweisen,,sondern auch durch eigenes Beispiel diese zwar etwasmühsame, aber einträgliche Beschäftigung ins Leben tre-ten zu machen, und überhaupt den Unterthan auf alleArt für diesen Erwerbszweig zu inkeressiren, und ihmeinen gewissen Absah seines Produktes an die WieUer-Seidenwaaren-Fabrikanten, welche sich nach inländischerSeide sehr sehnten, zuzusichern rc. Am 3ten Decem-ber 1812 schrieb die Regierung an die Kreisämter, daßder in der vorstehenden Verordnung gewünschte Erfolgder Erwerbung nicht entsprochen habe, sondern dieserIndustrie-Zweig immer mehr in Verfall gekommen,und die Behörden in ihren Jahresberichten nur kurzangezeigt, daß keine Maulbeerbäume gepflanzt worden,und die Unterlassung dem Klima und dem herrschendenVorurtheile beizumessen sei, so faßte die Regierung, denBeschluß, die Veranlassung vom 23ten Februar 1804noch einmal zu wiederholen. — Eine Gubernial-Ver-ordnung vom 4ten August 1814 theilt den Domaineneine Abschrift der Anzeige des Präger KaufmannsNanghieri über die Fortschritte mit, welche dieMaulbeerbaumpflanzung und der Seidenbau unter sei-ner Leitung während deS vergangenen Jahres in Praggemacht habe, und empfiehlt dessen daselbst erschieneneAbhandlung über den Unterricht des Seidenbaues inBöhmen, und eine Verordnung vom 3ten Novemberdes gedachten Jahres wiederholt wegen des geringenFortganges dieses Baues die früheren Vorschriften,und schärft den Behörden ein, dahin zu sehen, daß dieschon bestehenden Maulbeerbaumpflanzungen erhalten,und so viel, als möglich, auf ebenen Plätzen, Heidenund an den Straßen neue angelegt werden. Haupt-