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Seide und Seidenbau.
gefütterten Seidenraupen nur wenig Seide und vongeringer Güte; auch läuft man Gefahr, wenn die Wur-zeln der Bäume in einem solchen Boden längere Zeitunter Wasser stehen, letztere absterben; auch wird manwohl thun, das Land, in welchem man eine Maulbeer-baumschule oder eine Pflanzung (Plantage) anlegt, erstvorher wenigstens 4 Fuß zu rajolen oder zu umgraben, undes von allen Steinen, Wurzeln und Unkraut zu reinigen, damit die Wurzeln in dem lockeren Boden sichüberall hin ausbreiten können. Herr vonTürk gieb!vier Hauptklassen des Bodens in unserm, dem Preußi-schen Staate, an, nämlich: 1) fetten, schweren Boden,in welchem guter Lehm oder überhaupt fette Erde vordem Sande vorherrscht; 2) Mittelboden, dessen Be-standtheile zur Hälfte guter Lehm oder fette Erde, zurandern Hälfte Sand sind; 3) Leichter Boden, wo derSand vor dem Lehm und der guten Erde vorherrscht),4) schlechter Boden, der aus lauter Sand oder schlech-tem Mergel besteht. In den drei letzten Arten vonBoden soll nun der Seidenbau vorzüglich gut gedeihen.Indem zuerst angeführten Boden gedeiht er zwar auch,und wächst schneller und üppiger empor, als im leichten,seine Blätter werden aber nicht so saftig seyn und keingesundes Futter für die Seidenraupen liefern, welchesHerr Mortelay, Arzt zu Montpellier, durch eineReihe von Versuche» klar erwiesen hat. Denn dasLaub derjenigen Bäume, die auf sehr gutem Bodenwuchsen, gaben den Seidenraupen ein gutes und saftigesFutter, da hingegen gaben die Blätter der Bäume, dieauf sandigem, steinigem Boben wuchsen, welcher nie-mals Dünger erhalten, ein weit vorzüglicher Futter fürdie Seidenraupen.
Was das Ziehen der Maulbeerbäume ausSamen betrifft, so ist davon schon Th. 85, S. 566u. f. das Nöthige gesagt worden; hiervon noch Einigeszur Ergänzung des schon Abgehandelten. Die Aus-