Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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82 Seide und Seidenbau.

tief, als möglich, unter derselben zerschnitten worden,wieder angehäuft werden. Der einzige Uebelstand ist,nach der Meinung des oben zuletzt angeführten Schrift-stellers, daß man die Vermehrung des Maulbeerbau-meSnicht nach Willkühr erweitern, sondern sie nur inso weit betreiben kann, als zutn Ablegen tauglicheSchösse vorhanden sind; und dann muß man noch hier-bei berücksichtigen, daß diese Schößlinge bei den veredel-ten Bäumen gewöhnlich unter der Veredlungsstelle andem Mutterstamme zum Vorschein kommen, und daßman also in diesem Falle vorn edlen Baume keine edle,sondern wilde Ableger erhält. — In FranzösischenWerken findet man auch noch eine Art Ableger von,Maulbeerbaume zu machen, welches auf folgende Weise .geschieht. Man nehme im Frühling, ehe die Maul-beerbäume treiben, einen kleinen Korb und bohre einLoch in den Boden desselben; auch kann man einengroßen Blumentopf nehmen, der schon in seinem Bodenein hinlängliches großes Loch hat. Man wählt nunauf dem Maulbeerbaume einen Schoß oder jungenZweig aus, steckt ihn mit seiner Spitze von unten durchdas Loch im Boden des anzuwendenden Korbes oder Blu-mentopfes, befestiget den letzteren in gehöriger Stellungauf dem Baume und füllt ihn mit guter Erde an.Dann verschneidet man die Spitze des Schoßes oderZweiges, und läßt demselben nur drei bis vier Augenoder Knospen über der Erde. Man hält dann dieErde im Korbe oder im Blumentöpfe immer gehörigfeucht, und begießt sie, so oft sie trocken werden will.Auf diese Weise verwandeln sich bald die unter derErde befindlichen Knospen in Wurzeln, ja selbst da-mit Erde umgebene Holz bekommt bald die gelbe Farbeund die Beschaffenheit der Maulbeerbaumwurzeln.Den Ableger zu zwingen, seine Nahrung aus der Erdein den Blumentopf zu ziehen, um dadurch seine Wur-zeln schneller zu bilden, muß man den Zufluß des Saftes