Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
Seite
112
JPEG-Download
 

112 Seide und Seidenbau.

aus Weiden geflochten von viereckiger Form, und obenmit einem Henkel versehen. An den Henkel befestigetman einen Haken, den man beim Füttern an den Randder Tafeln anhangen, und so beide Hände brauchenkann, um das Futter über die Raupen auszustreuen.

13. Der Futterbesen. Er wird aus zwei oderdrei Hirsenähren gemacht; auch aus den Aehren einergroßen Schmielart, welcheman zusammen bindet. Erdient dazu, um das ausgestreute Futter gleichförmig zuvertheilen.

14. Die Meinigungsnetze. Man flechtet sie vonBindfaden nicht allzu'dicht, auch gebraucht man dazu alteFischnetze. Die Weite beträgt 2 — 3 Fuß. Sie wer-den so lang gemacht, als die Tafeln breit sind. An denbeiden Längeseiten werden sie an Stäbchen befestigetSoll nun das Lager der Raupen gereiniget werden, ftwerden diese Netze sanft auf die Raupen gelegt, so daßdie beiden Seitenstäbchen vorn und hinten auf deinRande der Tafeln ruhen, und auf die Netze werde»Maulbeerblätter oder kleine Maulbeerzweige gelegt, dieRaupen kriechen nun durch die Netze zum Futter ausund können so leicht auf eine andere Stelle gebrachtund ihr Lager gereinigt werden.

15. Die Schmetterlingsschachtel, Fig. 8638.Sie ist von Holz oder Pappe in beliebiger Form.Oben und auf den Seiten müssen kleine Löcher ange>bracht werden, damit die Luft sie gehörig durchziehenkann. In dieser Schachtel werden die ungepaart ge-bliebenen Schmetterlinge oder Seidenspinner von demeinen oder dem andern Geschlechte bis zum nächstenTage aufbewahrt.

16. Ein Trag korb, den Mist von den Lagerstät-ten aufzunehmen.

17. Ein Tritt oder eine Treppenleiter, um >»Stuben oder Gemächern mit hohen Gerüsten daraus