Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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254 Seide und Seidenbau.

Wicklerin hat das Schnarrrädchen vor sich auf den,Schooße, und indem sie die Welle mit der Hand strei.chelt, wickelt sich der Faden auf die Spule. Statt dir.ses Schnarrrädchens bedient man sich auch häufig einergewöhnlichen Spulrades. Auf eine in den Wollfabri-ken gebräuchliche Krone kann von oben die Seide nichthangen- weil die dünnen Seidenfäden durch die Span-nung, welche die Krone verursacht, leicht reißen. —DarWickeln der zubereiteten Seide geschieht auf die dazubestimmten Seidenwickelmaschinen- s. diesenAr-. tikel, von denen es zwei Arten giebt, die Französischeund dieSchweiherische Maschine. Die Wicklerinnimmt nun eine Krone voN der Maschine äb, hängteine Seidensträhne darauf, legt diese wieder an ihrenOrt- zieht den Faden durch das Auge des Weisere derMaschine, und befestiget ihn an der ihm zugehörigenSpule. Auf diese Weise belegt sie alle vier Krone»Und verbindet den Faden mit der Spule. Hierauf sehtsie sich vor das Schnarrrad, setzt das Rad der MaschineMit dem Fuße- indem sie auf das Fußbrett tritt, in Be-wegung, und der Mechanismus der Wickelmaschinethut das klebrige. Die Wicklerin muß darauf Acht ge-ben, daß sich die Fäden der Strähnen Nicht verwirren,wie es zuweilen geschieht- auch die Fäden wieder aus-einander bringen. Reißt der Faden, so wird er wiederMit einem KreuzknoteN zusammengeschürht, verliert ersich aber in der Strähne auf der Krone, und sie mnßein neues Ende suchen, so entstehen daraus nicht seltenVerwirrungen. Eine feste und gute Seide läßt sichleicht und mit ziemlichem Gewinn wickeln; allein umsoMühsamer ist diese Arbeit, wenn die Seide locker ist, unddaher oft reißt. Man sucht sich zwar dadurch zu hel-fen, daß man ein Stück Bley an einem Haken hinter-wärts aus die Welle der Krone hängt, damit diese nichtzu schnell umläuft und die Seide sich nicht zu schnellUnd verwirrt auf die Bobine aufwickelt; allein dadurch