Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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278 Seide und Seidenbau.

11666? Rkhlr. Preuß. Cour. entrichtet worden. Dieganze Einfuhr von 12,000 Ballen dagegen hat zummindesten 9,360,000 Rthlr. betragen, wofür, den Bal-len nur zu 109 Lire gerechnet- 2ZZ,ZZo^ Rkhlr. Aus-gangszvll entrichtet worden. Friedrichs des Zweite»Sclurrssinn ließ jhn die Wichtigkeit dieses Culturzweigesin seinen Folgen schon früh nicht verkennen, er erkannte,daß sich der Staat, auf den Standpunkt der Höhe,wohin ihn Friedrichs eminentes Genie erhoben, bei ge-wöhnlicher Benutzung seiner sehr mäßigen Kraft, dieihm die Natur verliehen hatte, nicht erhalten könne,wenn er sie nicht noch weiter zu steigern vermöchte, under suchte es auf alle Art zu bewirken, und auf die be-rechneteste Weise alle Zwkige her Staatswirthschaft zurErreichung jenes Zweckes auf das Vorlheilhafteste einzu-richten, Von der Größe des Verbrauchs der Seide, undzugleich von der Unmöglichkeit, sie von den meistens of-fenen und überall zugänglichen Grenzen seiner Länderabzuhalten überzeugt, suchte er den Mißmnth, den ihrevöllige Ausschließung bewirken mußte, mit der wirklichbeschwerenden, bereits von Luther dringend empfohlenenvölliger Entbehrung dadurch zu vermeiden,' daß er sieganz einheimisch zu machen suchte. Seine Industrie-ll»!) Handelspolitik entsprach dem wohlüberdachienPlane, ein Erzeugniß des Auslandes, durch ein inländi-sches derselben Art entbehrlich zu machen, und er ver-wendete ansehnliche Summen, die Seipenkultnr in denmeisten Provinzen seiner Erblande zu begründen, Maul-beerhäumx zu pflanzen, und die Seidenraupe einheimischzu machen. Sein Eifer und die Ungeduld, mehrfacheFrüchte seiner. Bemühungen noch reife» zu scbe», veran-laßte erschwerende Borschriften, denen mau die Beschrän-kung glücklicheren Gelingens und die Hemmung fort-schreitender Verbreitung und festen Bestehens vielleicht"noch mehr, als der zur Zeit noch beschrankteren Einsichtzuschreiben muß, wenn die ungünstigen Folgen hiervonvon vielen Unkundigen für gänzliche Unanwendbarkeitdieses Industrie-Zweiges betrachtet wurde, dem das Kli-ma und der Boden so wenig zusagten. Inzwischen ge-deihet der Seidenbau in Cbina's nördlichsten Provinzenvortrefflich, obgleich die Temperatur der in gleichen