312 Seide und Seidenbau.
schaßt, so gebraucht man, wenn 16 bis 18 Ctr. Bläk«ter die aus zwei Loth Eyern ausgekrochenen Räupchenernähren, zu den aus 10 Loth Eyern ausgekrochenenRaupen 50 Ctr. Blätter, also so viel, als man aus derersten Blätter-Erndte erhalten würde. Eine Unze oder2 Loth Eyer giebt 80 bis 90 Pfd. Cocons; man brauchtdavon 10 bis 12 Pfd., um 1 Pfd. Seide zu spinnen,und 5 Unzen oder 10 Loth Grains geben, die Unze nurzu 7 Pfd. gerechnet, 35 Pfd. Seide, das Pfd. zu 23Fr. welches ein mittelmäßiger Preis ist, also 805 Fr.Die Blätter des zweiten Abschnitts ernähren die Rau-pen von 28 Loth Eyern, welche 98 Pfd. Seide einbrin-gen, oder 2,254 Fr.; und die Blätter des dritten Ab-schnittes ernähren die Raupen von 56 Loth Eyern,woraus 196 Pfd. Seide gewonnen werden, zu einemWerthe von 4,510 Fr. Dieses wäre nun der jährlicheErtrag der Maulbeerbaumpflanzungen. In einigenKantonen, wo die Erndten sicher und ergiebig sind,zieht man im Voraus von dem Brutto-Ertrage einDrittel ab, um den reinen Ertrag zu finden, um aberder ganzen Rechnung eine sichere Grundlage zu geben,zieht Herr Bay on die Hälfte des Brutto-ErtrageS ab,um den reinen Ertrag zu finden. Da nun der Brutto«Ertrag sich in zwanzig Jahren auf 4,510 Fr. beläuft,so bleiben davon 2,255 Fr. Hiervon müssen nun erstdie Zinsen des geopferten Kapitals von 5,436 Fr., mit271 Fr. 80 Ct. abgerechnet werden, es bleiben mithinjährlich 1,983 Fr. 20 Ct. Herr von Türk machtnun hier folgenden Zusatz: Der Ertrag eines StückLandes von dem Umfange eines Magdeburger Morgensmit Maulbeerbäumen bepflanzt, ist hier ungefähr zu198 Fr. berechnet oder zu 55 Rthlr. Hier ist dasPfund Seide zu 23 Franken berechnet, oder zu 6 Rthlr.11 Sgr. 8 Pf. Rechnet man das Pfund Seide nunzu 6 Rthlr., so bleibt noch ein reiner Ertrag von 47Rthlr. 18 Sgr., welches ungefähr mit dem Ertrage,