Band 
Hundert und zwei und fünfzigster Theil, welcher die Artikel Sege bis Seihezeug enthält.
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Seidenwirkerey.

2 Rollen zur Leiste,

40 - mit weißer Seide zum Grunde,

zusammen 222 Rollen.

Hiermit scheert er auf folgende Weise. Mit den 36Rollen grün scheert er dreimal herunter und HeraufdreiGänge; ferner scheert er mit den 16 Rollen weiß sechs-mal herunter und herauf, 6 Gänge, mit den 40 Rollenweiß, 16 Rollen grün und 8 Rollen schwarz dreimalherunter und herauf, 3 Gänge, endlich mit den 34Rol-len rosenroth einmal herunter, nimmt die 24 Rollen car-moisin und 6 Rollen schwarz mit herauf, und mit allen64 Rollen wieder herunter, und dann mit den rosenro-then allein herauf. Bei dem Ordnen und Scheerenaller dieser Rollen muß er also verfahren: Er stellt sichzur grünen Schlangenstreife auf die Scheerlatte in zweiAbtheilungen in jede 18 Rollen, und scheert damit dreiGänge oder dreimal herunter und herauf, welches ihm216 Fäden giebt. Beim Scheeren muß er die Fädendoppelt einlesen. Wenn er nun einen Gang geschorenhat, so muß er sich denselben merken, auch wohl gar ab-reißen, damit er ihn beim Aufbäumen von den folgen-den absondern kann. Nach der grünen Schlangen-streife folgt eine kleine weiße. Da sich nun in der gan-zen Breite des Zeuges zwölf solche Streifen bilden sol-len, so stellt er sich hierzu 16 Rollen weiße Seide aufdie Scheerlakte, und scheert mit denselben 6 Gänge oderso vielmal herunter und herauf; er hat hierdurch192 Fäden geschoren und hak zugleich alle zwölf schmaleStreifen hervorgebracht. Er muß also bei einem je-den halben Gange die Fäden abschneiden, sie zusammen-binden und sie also zu den geknüpften über den Nagelder Scheerlatte legen, damit im nöthigen Fall jeder halbeGang, den er zu einer Streife braucht, besonders anOrt und Stelle gebracht werden kann. Der ganzeGang bekommt aber dennoch sein gewöhnliches Band-oder Gangkreuz, und das Einlesen bleibt immer dasselbe